Lange Nacht der Forschung

Lange Nacht der Forschung

7. November 2009, 16.30–24.00 Uhr

Die Lange Nacht der Forschung macht zum zweiten Mal Station in Graz und an der Med Uni Graz. In einem bunten Programm für Jung und Alt werden Forschung und neueste Erkenntnisse anschaulich präsentiert. Es gibt Vorträge, Führungen in Labors und KinderUni für unsere Kleinen zu den verschiedensten Themen. Ernährungstipps, Körperfettmessung, Knochendichtemessung, ein Einblick in die spannende Welt der Hormone, High-Tech Akupunktur am Prüfstand der Wissenschaft und vieles, vieles mehr erwartet Sie einen ganzen Abend lang.

Mit Gratis-Shuttle-Bussen gelangen Sie vom Jakominiplatz zu den Stationen in Graz und an die Med Uni Graz.

Der Eintritt zum gesamten Programm ist frei!

Veranstaltungsort an der Med Uni Graz:
Hörsaalzentrum, LKH-Gelände
Auenbruggerplatz 15
8036 Graz

Weitere Informationen rund um die Lange Nacht der Forschung finden Sie unter www.langenachtderforschung.at


PROGRAMM an der med uni graz

Vorträge: 

KinderUni-Vorlesungen für Kinder zwischen dem 7. und 12. Lebensjahr

 
16:30 Uhr, HS E1: OA Dr. Daniela-Eugenia Malliga
„Das Einmaleins der Chirurgie“
Wie verhält man sich, wenn ein Unfall passiert oder sich jemand verletzt? Grundlegende Kenntnisse und praktische Übungen in der ersten Hilfe sind über-lebenswichtig. Denn: Erste Hilfe kann auch dein Leben retten!
 
17:30 Uhr & 18:30 Uhr, HS E1: Dr. Karine Sargsyan
„Was ist Forschung? Wie funktioniert medizinische Wissenschaft?“
In diesem Workshop wollen wir darüber diskutieren, was Forschung generell ist und welchen Nutzen sie hat. Dann werden die Grundlagen sowie die Hauptprozesse der medizinischen Forschung in für Kinder verständlicher Form dargestellt. Auch der Nutzen der medizinischen Forschung wird angesprochen. Wichtig ist zu wissen, wie man sich in die medizinische Forschung einbringen und diese fördern kann, auch wenn man selbst keine Wissenschafterin, kein Wissenschafter, Medizinerin oder Mediziner ist. 

Vorträge für Erwachsene

 
16:30–17:00 Uhr, HS D: Dr. Dieter Rabensteiner & OA. Dr. Sebastian Mathew
„Das Trockene Auge – Ursachen, Behandlung und alternative Therapie“
Das Trockene Auge (Sicca-Syndrom) zählt heutzutage zu den häufigsten Augenerkrankungen. Es wird erklärt, wodurch diese für die Betroffenen sehr belastende Krankheit verursacht wird.
Die Therapie des Trockenen Auges erfolgt meist durch Tränenersatzmittel, deren Inhaltstoffe und Wirkungsweise werden vorgestellt.
Da die Entstehung des Trockenen Auges auf verschiedenen Ursachen beruht und die Therapie genauso vielfältig ist, kommen auch alternative Heilmethoden, wie Ayurveda oder Kampo zum Einsatz.
 
17:30-18:00 Uhr, HS D: Univ.-Prof. Dr. Harald Mangge
„Risiko-Lebensstil, Übergewicht und Sucht“
Was ist gefährliches Übergewicht (z.B. „gutes“ und „böses“ Körperfett), neue Forschungsergebnisse aus dem Projekt STYJOBS / EDECTA über die Ursachen von Übergewicht und Fettsucht werden dargestellt. Es wird gezeigt, wie ungesunder Lebensstil und Bewegungsmangel unseren Körper belastet und zu Krankheiten führt. Dabei wird besonders auf Suchtverhalten und Gefäßerkrankungen (Arterienverkalkung) eingegangen. Es wird die Forschungstätigkeit zur verbesserten Frühdiagnostik der Arterienverkalkung (Atherosklerose) mittels Nanotechnologie erläutert.
 
18:30–19:00 Uhr, HS D: Univ.-Prof. Dr. Barbara Obermayer-Pietsch
„Die spannende Welt der Hormone“
Was kann unser Hormonsystem? Warum ist es so wichtig? Anschauliche Darstellung „wie groß / wie viel ist ein Hormon“?, Konsequenzen, wenn unser Hormon-System nicht so funktioniert, wie es sollte; Neueste Forschungsergebnisse über die teils schwerwiegenden Folgen eines Vitamin D-Mangels.
 
19:30–20:00 Uhr, HS D: Univ.-Prof. Dr. Michaela Velikay-Parel
„Lichtblicke für blinde Menschen“
Erblindete Menschen mit der speziellen Netzhauterkrankung Retina pigmentosa werden in Graz nach einem völlig neuartigen Konzept behandelt. Mit einem High-Tech Chip-Implantat und einem anschließenden eigens konzipierten Trainings- und Lernprogramm soll den Menschen ein Orientierungssehen wiedergegeben werden.
 
20:30–21:00 Uhr, HS D: Univ.-Prof. Dr. Christian Walch
„Wann ist das Hören gesund – wann ungesund?“
Im Rahmen des Vortrages werden die physiologischen Hörvorgänge dargestellt, die die Kommunikationsgrundlage darstellen. Anschließend werden die pathologischen Veränderungen durch Lärmeinwirkung aufgezeigt, welche dann auch ein Kommunikationsdefizit zur Folge haben. Zum Schluss werden die Möglichkeiten des Lärmschutzes und der Hörverbesserung aufgeführt
 
21:30–22:00 Uhr, HS D: Univ.-Prof. DI DDr. Gerhard Litscher
„High-Tech Akupunktur am Prüfstand der Wissenschaft“
Das interuniversitäre Forschungszentrum für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) beschäftigt sich an der Medizinischen Universität Graz seit mehr als 12 Jahren mit der Erforschung der Effekte der Akupunktur. Für die vor Ort durchgeführten Forschungsaktivitäten stehen sowohl quantifizierbare Stimulationssysteme als auch objektivierende Messverfahren zur Verfügung, mit deren Hilfe die Akupunktur erforscht werden kann. Alle Tätigkeiten werden auf der Basis von naturwissenschaftlichen Methoden mit internationalen Partnern u. a. in China, Korea und den USA durchgeführt. Neben der klassischen Nadelakupunktur werden neue Techniken wie die innovative Lasernadelakupunktur, Elektroakupunktur und transkontinentale Teleakupunktur anschaulich erklärt.
 
22:30-23:00 Uhr, HS D: OA Dr. Robert Maier
„Einblicke in das Herz – Live-Echokardiographie mit Erläuterungen“
Echokardiographie nennt man die Untersuchung des Herzens mittels Ultraschalls. Neben dem Elektrokardiogramm (EKG) ist die Echokardiographie eine der wichtigsten technischen nicht-invasiven Untersuchungsmethoden des Herzens und mittlerweile unverzichtbarer Bestandteil der kardiologischen Diagnostik. Aber auch für den Allgemeininternisten und den Intensivmediziner ist die Echokardiographie ein wertvoller Bestandteil der Diagnostik. 
 
23:30–23:45 Uhr, HS D: Dr. Sarah Saliba & Mag. Dr. Gordana Tomasch
„Entwicklung einer adaptiven Nervenprothese zur Therapie peripherer Nervenläsionen“
Eine in Zusammenarbeit mit dem Karlsruhe Institute of Technology (KIT) hergestellte Kunststoffprothese wird auf ihre Effizienz getestet. Mit dieser Prothese könnten die Nervenverletzungen, die meist Muskellähmungen in ihrem Versorgungsgebiet nach sich ziehen, rasch und effektiv behandelt werden. Dadurch könnten dauerhafte Schäden und körperliche Einschränkungen reduziert bzw. vermieden werden.
 
23:45–24:00 Uhr, HS D: Univ.-Prof. Dr. Selman Uranüs
„Narbenlose Chirurgie“
Der Grundgedanke der Minimal Invasiven Chirurgie liegt darin, dass die Wundfläche auf ein Minimum reduziert wird. Dies betrifft in erster Linie die Bauchdecke und das Gewebe um das erkrankte Organ. Während bei der normalen Laparoskopie mit 5mm bis 18mm messenden Instrumenten gearbeitet wird, gibt es neuerlich Tendenzen, die Instrumente zu miniaturisieren und gleichzeitig die Anzahl der Zugänge zu reduzieren. Dies erfolgt durch einen einzigen Zugang im Bereich der Nabelgrube. Am Ende der Operation verschwindet die Spur des einzigen Hautschnitts in der Nabelgrube.
Eine weitere neue Technik ist die Operation durch die natürlichen Öffnungen des Körpers. Dabei werden Organe des Bauchraums durch Magen bzw. Mastdarm oder aber bei Frauen über die Vagina operiert. Dieses utopisch klingende Verfahren stellt vorerst eine weltweit beachtete Idee im Entwicklungsstadium dar, welche in Zukunft von großer Bedeutung sein kann. 

Führung:

 
20:15 Uhr, ZMF: Univ.-Prof. Dr. Michaela Velikay-Parel
Lichtblicke für blinde Menschen“       
Führung in das Labor und Sehlabyrinth (Besucher können sich in die Welt von stark Sehbehinderten versetzten und damit die verschiedenen Seh- und Aufgabentests bewältigen). 

Messungen:

 
18:00–22:00 Uhr, SR A1: Univ.-Prof. Dr. Harald Mangge
„Risiko-Lebensstil, Übergewicht und Sucht“
Präsentation von einem permanenten Info-Stand mit Ernährungstipps und Lipometrie (Körperfettmessung).
 
19:00–22:00 Uhr, Univ.-Klinik für Innere Medizin, UG: Univ.-Prof. Dr. Barbara Obermayer-Pietsch
„Die spannende Welt der Hormone“
Führung in das Labor und zusätzlich die Möglichkeit, bei den Besuchern Knochendichtemessungen durchzuführen.
 
21:00–24:00 Uhr, SR C1: Fa. Neuroth, Graz
„Audiometrie“
Eigenschaften und Parameter des Gehörs werden vermessen. Die Audiometrie dient der Diagnose von Erkrankungen der Hörorgane und zur Erforschung dieser Organe.
                                
22:00–24:00 Uhr, SR B2, Dr. Xie Zheng, (Univ.-Prof. DI DDr. Gerhard Litscher)
„Schmerzfreie Akupunktur“
Vorstellung einer neuen, schmerzfreien High-Tech Akupunktur und Möglichkeit des Ausprobierens für die BesucherInnen.

 



zurück