Podiumsdiskussion

Podiumsdiskussion "Forschung in Österreich - Gegenwart und Zukunft"

Forschung mit Fokus auf klinische Medizin

Am 08. April 2011 fand an der Med Uni Graz eine Podiumsdiskussion über das Thema "Forschung in Österreich - Gegenwart und Zukunft" statt. Bundesministerin Beatrix Karl sprach über drei wesentliche Punkte in Bezug auf Forschung: "Die immer stärker werdende Bedeutung von Wissenschaftskommunikation, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Notwendigkeit der internationalen Positionierung". Abteilungsvorstand Werner Linkesch berichtete aus praktischer Sicht: "Man muss einen Spagat zwischen Forschung, Lehre und klinischer Tätigkeit schaffen. Ein erfolgreicher Forscher verfügt über Forscher-Geist, Forschungs-Freiheit und die passende innere Einstellung." Aus Sicht des Universitätsrates nahm die Vorsitzende des Unirates der Med Uni Graz, Cattina Maria Leitner, Stellung: "Die medizinische Forschung in Österreich nimmt keine Spitzenposition ein, aber es ist genügend Potential vorhanden, dort hinzukommen." Rektor Josef Smolle erklärte das an der Med Uni Graz verfolgte Prinzip der "Profilbildung mit Augenmaß" sowie die Wichtigkeit von Teamarbeit auf "interdisziplinärer, interuniversitärer und internationaler Ebene". Der Gesundheitsökonom Paolo Rondo-Brovetto erläuterte den finanziellen Aspekt. "Es gibt immer zu wenig Geld für Forschung, diese Situation ist nicht zu ändern. Was aber zu ändern ist, ist die Phase der Prioritätensetzung, die Effizienz der Prozesse." Geschäftsführer Martin Spatz erklärte die Sicht der Pharmaunternehmen: "Die Pharma-Branche hat gute Forschung nötig, man braucht Innovationen, keine analogen Präparate. Für Forschung benötigt man ein vollkommen kreatives, freies Umfeld, wie es an Universitäten der Fall ist." Moderiert wurde die spannende Diskussion von Chefredakteur Ernst Sittinger.

Einige Impressionen
 

 

 

 

 

Am Podium: Dr. Martin SPATZ, MBA (Österreich Geschäftsführer ratiopharm), Univ.-Prof. Dr. Paolo RONDO-BROVETTO (Gesundheitsökonom, Alpe-Adria Universität Klagenfurt), Dr. Beatrix KARL (Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung), Univ.-Prof. Dr. Josef SMOLLE (Rektor der Medizinischen Universität Graz), Dr. Cattina Maria LEITNER (Universitätsratsvorsitzende der Medizinischen Universität Graz), Univ.-Prof. Dr. Werner LINKESCH (Leiter der Klin. Abteilung für Hämatologie, Medizinische Universität Graz), Dr. Ernst SITTINGER (Kleine Zeitung)

 



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