Medizinische Universität Graz intensiviert Spitzenforschung mit China

Das interuniversitäre Forschungszentrum für Traditionelle Chinesische Medizin ist im Rahmen der High-tech Akupunkturforschung federführender internationaler Knotenpunkt und strebt im Rahmen des Engagements die Vernetzung der diesbezüglichen Interessen internationaler Universitäten und Institutionen an. Ein Ziel ist der Aufbau von nachhaltigen Kooperationen, u.a. mit chinesischen Spitzenforschungseinrichtungen. Um die führende Rolle der Medizinischen Universität Graz innerhalb der evidenzbasierten Akupunkturforschung international ausbauen zu können, bedarf es gezielter Partnerschaften in diesem Forschungsbereich. 

Um die Bedeutung zu unterstreichen, die der Forschungstätigkeit im Bereich TCM, speziell der Akupunkturforschung, an der Medizinischen Universität Graz beigemessen wird, führte Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Irmgard Th. Lippe in ihrer Funktion als Vizerektorin für Forschung gemeinsam mit Univ.-Prof. DI DDr. Gerhard Litscher, dem Leiter des TCM Forschungszentrums, sowie Dr. Lu Wang als Koordinatorin in der Zeit von 28.05.-03.06.2011 in Peking wichtige Gespräche und Verhandlungen zur weiteren Zusammenarbeit. 

Innovative biomedizintechnische Forschung der Med Uni Graz in China äußerst positiv evaluiert

 
Am 29. und 30. Mai 2011 fand das Final Evaluation Meeting zum Projekt „Traditional Chinese Medicine and Age Related Diseases“ statt. Dabei wurde das Projekt der Medizinischen Universität Graz, welches von Prof. Litscher und Dr. Wang erfolgreich durchgeführt wurde, unter dem Vorsitz von Hon.Prof. Dr. Robert Schlögel als Vertreter des Gesundheitsministeriums und Prof. Dr. Brigitte Winklehner, Präsidentin des Eurasia Pacific Uninet, sowie wichtigen Repräsentanten aus China bestens beurteilt. Es ist dem Team in den letzten Jahren gelungen, ein internationales High-tech Akupunkturforschungsnetzwerk mit zahlreichen Partnerinstitutionen in China aufzubauen. Allein in den letzten vier Jahren entstanden 27 teils SCI-gelistete Publikationen mit insgesamt 68 Autorenschaften aus Österreich und 59 aus China. Die erfolgreichen Forschungsaktivitäten sollen im Rahmen eines Schwerpunktprojektes mit dem Arbeitstitel „Prevention and early intervention of chronic diseases by TCM“ in den Jahren 2011-2014 fortgesetzt werden. 

Med Uni Graz veranstaltete erstes „Transkontinentales High-Tech Akupunktursymposium“ in Peking

 
Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt im Rahmen des China-Aufenthaltes war die Organisation und gemeinsame Durchführung des ersten transkontinentalen Symposiums „Basic research meets high-tech acupuncture & moxibustion“ am 31. Mai 2011 in Peking. Dieses Symposium wurde von Prof. Litscher und Dr. Wang gemeinsam mit dem renommierten Leiter des Institute of Acupuncture and Moxibustion an der China Academy of Chinese Medical Sciences, Prof. Bing Zhu, und Assoc.-Prof. Xinyan Gao in Anwesenheit führender Akupunkturforscher aus Peking und Shanghai unter dem Vorsitz von Prof. Lippe, Prof. Litscher und Prof. Zhu veranstaltet. Aufgrund des großen Erfolges der Veranstaltung wurden bereits unmittelbar danach weitere transkontinentale Veranstaltungen vereinbart. Kernthemen der Tagung waren u.a. neue Elektro- und Laserakupunkturmethoden. Ein Empfang des Österreichischen Botschafters, Dr. Martin Sajdik, bildete einen würdigen Abschluss des Symposiums. 

Hanban-Treffen in Peking auf höchster Forschungsebene

 
Am 01. Juni 2011 fand im Confucius Institute Headquarters Hanban ein zweistündiges Treffen auf höchster Ebene statt. Gemeinsam mit dem Präsidenten Prof. Haixue Kuang und Vizepräsidenten Zhongren Sun der Heilongjiang University of Chinese Medicine in Harbin gab es mit der Führungsspitze von Hanban Gespräche über die mögliche Planung eines TCM Konfuziusinstitutes an der Medizinischen Universität Graz. Prof. Lippe und Prof. Litscher hoben dabei die Wichtigkeit des Standortes der Medizinischen Universität Graz für ein derartiges deutschsprachiges TCM Institut, welches das erste im südosteuropäischen Raum wäre, hervor. Derzeit gibt es in Europa lediglich ein TCM Institut in London, konkrete Pläne liegen für die USA und Australien vor. In Ergänzung zum Konfuziussprachinstitut an der Karl-Franzens-Universität könnte dadurch die Steiermark eine noch wichtigere Rolle im medizintechnischen Forschungsaustausch und auch im Bereich der forschungsgeleiteten Lehre mit China spielen.

Vertragsunterzeichnung an der Pekinger Capital Medical University

 
Einen besonderen Stellenwert hatte die Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens zwischen den Präsidenten der Capital Medical University (CMU) und Vizerektorin Lippe. In diesem Abkommen wurde speziell die Fortsetzung der intensiven Bemühungen des Teams um Prof. Litscher in den Bereichen Neuromonitoring sowie Akupunkturforschung explizit herausgestrichen. Die im Jahre 1960 gegründete CMU gehört mit den 18 angeschlossenen Spitälern zu den Top Universitäten in China und hatte im letzten Jahr eines der höchsten Forschungsbudgets aller medizinischen Universitäten in China. 

Weitere Informationen: 

Univ.-Prof. DI Dr.techn. Dr.scient.med. Gerhard LITSCHER
Leiter der Forschungseinheit für biomedizinische Technik in Anästhesie und Intensivmedizin und des TCM Forschungszentrums Graz
Tel: +43 316 385-13907, -83907
E-mail: gerhard.litscher@medunigraz.at
http://litscher.info, http://litscher.at, http://tcm-graz.at
 

Am 29. und 30. Mai 2011 fand das Final Evaluation Meeting zum Projekt „Traditional Chinese Medicine and Age Related Diseases“ statt.
 

Med Uni Graz veranstaltete erstes „Transkontinentales High-Tech Akupunktursymposium“ in Peking.
  

Hanban-Treffen in Peking auf höchster Forschungsebene.
 

Vertragsunterzeichnung an der Pekinger Capital Medical University.


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