Nachhaltig leben. lernen. forschen

Medizinische Universität Graz

Rauchfreie Universität

Lieber qualmfrei statt atemlos!

Wie Ihnen wahrscheinlich allen bekannt ist, hat das LKH-Univ. Klinikum Graz bereits seit dem Jahr 2007 den Bronzelevel gemäß dem Kodex des Europäischen Netzwerkes Rauchfreier Gesundheitseinrichtungen erlangt. Durch die inhaltliche, institutionelle und räumliche Nähe der KAGes und der Med Uni ist eine noch engere Verbindung / Kooperation in diesem Themenbereich durchaus sinnvoll. Damit können Synergien noch besser genutzt und die Kompetenzen und Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden, um für unsere MitarbeiterInnen, aber auch für die PatientInnen und deren BesucherInnen den größtmöglichen Nutzen zu ziehen.

Nach der mit 1. Jänner 2009 in Kraft getretenen Novelle zum Tabakgesetz wurde der seit vielen Jahren bestehende Wunsch der ÄrztInnenschaft, MitarbeiterInnen und BesucherInnen in öffentlichen Gebäuden vor unerwünschtem Zigarettenrauch zu schützen, endlich umgesetzt. Und gerade für die Medizinische Universität Graz gehört es zu den Grundvoraussetzungen, dieses Rauchverbot ohne Wenn und Aber und ohne Abstriche zu machen, einzuhalten. Sie als unsere MitarbeiterInnen sind unser wertvollstes Gut. Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung bedeuten für uns, Bedingungen zu schaffen, um das körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden für Sie zu erhalten bzw. zu verbessern.

Wir möchten Sie als Universitätsangehörige deshalb nochmals daran erinnern, dass das Rauchen in sämtlichen Räumlichkeiten der Medizinischen Universität Graz (Sekretariate, Büroräumlichkeiten, Besprechungszimmer, Hörsäle und Lehrräume, Laborräume, Archive, Umkleiden und Aufenthaltsräume, Gänge oder Buffetbereiche, etc.) ausnahmslos verboten ist. Aus diesem Grund wurden auch alle Aschenbecher aus den Gebäuden entfernt und vermehrt Rauchverbotsschilder angebracht, um Sie gezielt auf dieses Thema aufmerksam zu machen.

Ebenso wie für die Medizinischen Universitäten Wien und Innsbruck ist es auch ein erklärtes Ziel der Med Uni Graz, ihre WissenschafterInnen zu einer Selbstbindung - vergleichbar mit dem ethischen Kodex des deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg - anzuregen, die einen Verzicht auf Förderungen jeglicher Art (Forschungsförderung, Gutachterhonorare, Vortragshonorare, Reisekosten, Wissenschafts- und andere Preise) aus der Tabakindustrie umfasst.

Da sowohl unter den MedizinstudentInnen als auch MedizinerInnen das Bewusstsein und die Einsicht bzgl. der gesundheitlichen Folgeerkrankungen nicht nur des aktiven Rauchens, sondern auch des Passivrauchens teilweise nur sehr begrenzt vorhanden ist, hat sich die Medizinische Universität Graz dazu entschlossen, Vortragenden eine Ausbildung im Rahmen des sogenannten Heidelberger Curriculums (nähere Informationen finden Sie hierzu unter www.tabakkontrolle.de) zu ermöglichen. Dieses Curriculum wurde vom WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle eigens entwickelt, um diese Inhalte für Vortrags- und Vorlesungstätigkeit verfügbar zu machen und so auf die gesundheitlichen Gefahren durch aktives und passives Rauchen hinzuweisen. Die Unterlagen (Lehrmaterial) für Lehrende können über die OE Personalmanagement und -entwicklung, Mag.a iur. Gudrun Posch-Frisee, MA, (gudrun.posch-frisee(at)medunigraz.at) oder den Arbeitsmediziner, Dr. Alexander Erben (alexander.erben(at)klinikum-graz.at) angefordert werden.

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie als MitarbeiterInnen der Med Uni Graz Vorbildwirkung gegenüber KollegInnen, Studierenden, PatientInnen und BesucherInnen haben und mit Ihrer persönlichen Einstellung gegenüber rauchfreier Universität und rauchfreiem Krankenhaus einen wesentlichen positiven Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Gesundheitsförderung leisten können.

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