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Leberforschungsnetzwerk an der MUGVerfasser:
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1. Präambela. KerninhalteÜbergeordnetes Ziel ist die Stärkung der Medizinischen Universität Graz (MUG) durch eine verbesserte nationale und internationale Positionierung des Fachgebietes der Hepatologie auf den Gebieten der hepatologischen Forschung, Lehre und Patientenversorgung. Beruhend auf dem Gesamtkonzept der MUG (Forschung, Lehre und Krankenbetreuung auf qualitativ höchstem Niveau)wird Exzellenz auf dem Gebiet der Hepatologie im Sinne von hepatologischer Spitzenforschung, Spitzenausbildung, und klinischer Spitzenversorgung angestrebt. Die interdisziplinäre Erforschung klinisch relevanter Krankheitsmechanismen mit Entwicklung neuer diagnostischer Marker und innovativer Therapiekonzepte für Lebererkrankungen, sowie die Umsetzung dieser neuesten Erkenntnisse im Sinne einer Optimierung der interdisziplinären/multidisziplinären hepatologischen Patientenversorgung stellen ein zentrales Anliegen dar. Diese Ziele können nur durch eine Schwerpunktbildung in wissenschaftlicher (Grundlagenforschung, klinische Forschung) und klinischer Hinsicht (Patientenversorgung) erreicht werden. Durch die Koordination und Kooperation zwischen Grundlagenforschung, klinischer Forschung und klinischer Anwendung (Translational Research) auf dem Gebiet der Hepatologie wird durch eine effizientere Nutzung der bestehenden Ressourcen eine Stärkung des Fachgebiets angestrebt. Das Streben nach Exzellenz ist im Kontext mit einem ganzheitlichen Ansatz der Medizin als Grundgedanke der Forschung, der Lehre sowie der Krankenbetreuung zu sehen (Bio-Psycho-Soziales-Modell). Die Errichtung eines Leberforschungsnetzwerks/Leberforschungszentrums trägt auch zur Sichtbarmachung der Stärken und damit zum Imageaufbau auf dem Gebiet der Hepatologie an der MUG auf nationaler und internationaler Ebene bei. b. Stellenwert der Hepatologie und deren zukünftige EntwicklungLebererkrankungen und ihre Folgeerscheinungen stellen ein wichtiges Gesundheitsproblem in Österreich und insbesondere in der Steiermark dar. Aufgrund der zentralen Stellung der Leber im Stoffwechsel, ist dieses Organ auch bei Stoffwechselerkrankungen (z.B. metabolisches Syndrom, Diabetes mellitus) maßgeblich betroffen. In Zukunft ist mit einer weiteren Zunahme von Lebererkrankungen, insbesondere metabolischer und neoplastischer Lebererkrankungen zu rechnen. Die Erforschung der Pathogenese, Diagnostik und Therapie von Lebererkrankungen sowie die klinische Abklärung und Betreuung von Patienten mit Lebererkrankungen stellt einen wichtigen Schwerpunkt mehrerer zentraler Institute und klinischer Abteilungen der MUG dar. Aufgrund der zentralen metabolischen Rolle der Leber besteht auf dem Gebiet der Hepatologie eine enge Vernetzung von Grundlagenfächern und klinischen Fächern. Es ist daher absehbar, dass das Gebiet der Hepatologie an der vordersten Front bei der Umsetzung von Ergebnissen der Grundlagenforschung in die klinische Anwendung im Sinne einer modernen molekularen Medizin stehen wird (z.B. Diagnostik, Biologicals, Gentherapie, Stammzelltherapie). Da Lebererkrankungen in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen werden und bereits international renommierte Arbeitsgruppen auf dem Gebiet der Hepatologie in Graz existieren, ist eine weitere Stärkung des Gebietes der Hepatologie an der MUG durch die Gründung eines Leberforschungsnetzwerkes (Exzellenzzentrums) aus gesundheitspolitischer und forschungsstrategischer Sicht anzustreben und erfolgversprechend. Ein multidisziplinäres Leberforschungsnetzwerk fördert durch den starken interdisziplinären Charakter der Hepatologie wichtige Synergien, und hat positive Impulse auf verwandte und benachbarte Fachgebiete Aufgrund der zentralen Stellung der Leber im Arzneistoffwechsel, spielt die Hepatologie bei der Entwicklung und Testung von neuen medikamentösen Therapieansätzen eine wichtige Rolle (Arzneimittelsicherheit). Eine Stärkung der Hepatologie an der MUG wird die Steiermark somit zu einem noch attraktiveren Standort für die pharmazeutische Forschung machen. Dies sollte auch zur verstärkten Ansiedlung von Biotech-Firmen und Pharmabetrieben führen. c. Aufgaben des LeberforschungsnetzwerksEin zentrales Ziel des Netzwerkes/Zenrums ist die interdisziplinäre und multidisziplinäre Einbindung und Quervernetzung aller hepatologisch arbeitenden und interessierten Abteilungen/Arbeitsgruppen im Sinne eines virtuellen Zusammenschlusses auf dem Gebiet der Forschung, Lehre und Patientenversorgung (Grundlagenforschung, Forschung am Patienten, Exzellenz in der Patientenversorgung). Ein Lebernetzwerk/-zentrum ist als sinnvolle Ergänzung und nicht als Ersatz für individuelle Initiativen zu sehen. Im Rahmen des Netzwerks werden folgende Aktivitäten koordiniert:
Bündelung von Expertisen, Schaffung einer kritischen Masse zur Erhöhung der lokalen, nationalen und vor allem internationalen Durchschlagskraft Förderung von inhaltlichen, organisatorischen und methodischen Synergien zum rascheren und effizienteren Erreichen der Arbeitsziele Koordination der gemeinsamen Schwerpunktbildung zur Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit auf dem Gebiet der hepatologischen Forschung (inkl. Drittmittelakquisition) und klinischen Versorgung Aktive Einbindung von Nachbarfächern, Erleichterung eines (Quer-)Einstieges in die hepatologische Forschung für Nachbarfächer, Schaffung neuer Interaktionen Gemeinsame Nutzung von Ressourcen (Räumlichkeiten, Geräte, Personal, intellektuelle Ressourcen und Know-how), Synergieeffekte durch Wissenstransfer Erleichterung und Hilfestellung in der Planung und Durchführung hepatologischer Forschungsprojekte durch Erfahrungsaustausch, gemeinsames Diskussionsforum und technische Hilfestellung d. Inhaltliche Schwerpunkte
2. Umsetzunga. Partner (beteiligte Fächer und Institutionen)Kernbereiche: Innere Medizin, Chirurgie, Anästhesie, Pathologie, Radiologie, Labormedizin, Molekularbiologie & Biochemie (siehe Diagramm)
Teilnehmer und Kooperationsgebiete:
b. Umsetzung in der klinischen Forschung
c. Umsetzung in der Grundlagenforschung
d. Umsetzung in der Postgraduierten-Lehre
e. Umsetzung in der Patientenversorgung
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