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KLINISCH-FORENSISCHE UNTERSUCHUNGSSTELLE

Tel.: 0664 - 843 8241 (0-24 Uhr)


 
Rechtsmedizinische Untersuchung, Spurensicherung und weiterführende Betreuung für Betroffene
 
   Was ist die klinisch-forensische Untersuchungsstelle?
Die klinisch-forensische Untersuchungsstelle ist eine Einrichtung an der Medizinischen Universität Graz in Zusammenarbeit mit dem Institut für Gerichtliche Medizin und der Ludwig Boltzmann Gesellschaft. Die Untersuchungsstelle ist eine Untersuchungsstelle für Menschen jeden Alters, die von körperlicher und sexueller Gewalt, Kindesmissbrauch oder Kindesmisshandlung betroffen sind. Speziell ausgebildete ÄrztInnen bieten den Betroffenen eine gerichtsmedizinische Untersuchung mit einer ausführlichen Dokumentation der Verletzungen sowie im Bedarfsfall eine Spurensicherung und Begutachtung.
Daneben erfolgt auf Wunsch auch eine Aufklärung über weitere Betreuungsmöglichkeiten und die Vermittlung entsprechender Angebote wie z.B. weiterführende medizinische Abklärung und Behandlung, Betreuung durch Opferhilfseinrichtungen sowie psychologische oder rechtliche Beratung.
 
   Wer kann die klinisch-forensische Untersuchungsstelle in Anspruch nehmen?
Die Untersuchungsstelle steht allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zur Verfügung, die von Missbrauch, Misshandlung, körperlicher oder sexueller Gewalt betroffen sind. Die Untersuchungsstelle kann aber auch von Unfallopfern oder Verletzten in Anspruch genommen werden, für die eine Begutachtung gerichtlich relevant ist. Die Untersuchung erfolgt unabhängig davon, ob die Gewalttat angezeigt wurde oder werden soll. In der Regel erfolgt die Zuweisung durch Ärzte, Opferhilfseinrichtungen, Polizei oder Staatsanwaltschaft; eine telefonische Terminabsprache ist erforderlich.
 
   Was bietet die klinisch-forensische Untersuchungsstelle noch?
  • Die Leistungen der klinisch-forensischen Untersuchungsstelle sind für die Betroffenen kostenlos
  • Eine Anzeige ist nicht Voraussetzung für die Untersuchung
  • Die ÄrztInnen der klinisch-forensischen Untersuchungsstelle sind der Schweigepflicht unterstellt
  • In Absprache mit den Betroffenen ergeht ein schriftlicher Bericht an den Auftraggeber der Untersuchung, bei Aufträgen der Staatsanwaltschaft wird ein gerichtsmedizinisches Gutachten erstellt
  • Die erhobenen Daten werden an der klinisch-forensischen Untersuchungsstelle aufbewahrt und stehen bei Bedarf für ein eventuelles späteres Gerichtsverfahren zur Verfügung
  • Die Spurensicherung erfolgt ausschließlich auf Wunsch der Betroffenen. Die gerichtsmedizinische Untersuchung wie auch die Spurensicherung sind völlig schmerzfrei
  • Aufgrund der telefonischen Terminabsprache besteht keine Wartezeit
  • Die Untersuchung findet am Institut für Gerichtsmedizin statt, kann aber bei Bedarf auch in Krankenhäusern, auf Polizeidienststellen etc. durchgeführt werden

Für Menschen, die körperlicher Gewalt, Missbrauch, Misshandlung oder sexuellen Übergriffen ausgesetzt waren, steht eine gute und umfassende Betreuung im Mittelpunkt. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung, die Spuren- und Beweissicherung und eine Dokumentation der Verletzungen umfasst, ist für eventuelle spätere Rechtsansprüche wichtig und soll so rasch wie möglich nach dem Ereignis stattfinden, da sich Verletzungen mit der Zeit verändern und allfällige Spuren innerhalb weniger Stunden zerstört werden. Die klinisch-forensische Untersuchungsstelle vermittelt auch notwendige medizinische Abklärungen und Behandlungen und stellt bei Bedarf den Kontakt zu weiterführender Beratung mit erfahrenen Einrichtungen her. Dafür steht ein speziell ausgebildetes Expertenteam 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche zur Verfügung.
 
   Wie kann ich die klinisch-forensische Untersuchungsstelle erreichen?
Die Untersuchungsstelle steht nach telefonischer Terminabsprache unter 0664-843 8241 rund um die Uhr zur Verfügung.
 
   Modernste Technologien & internationale Untersuchungsstandards
Die klinisch-forensische Untersuchungsstelle ist eine einzigartige Einrichtung in Österreich und wird nur in Graz und in Wien angeboten. Bei den Untersuchungen kommen international hohe Standards zum Einsatz. Zusätzlich werden auf freiwilliger Basis in Zusammenarbeit mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Klinisch-Forensische Bildgebung modernste bildgebende Verfahren (MRT und CT) zu Forschungszwecken angewendet, die eine objektive und genaue Beurteilung insbesondere von solchen Verletzungen ermöglichen, die äußerlich nicht sichtbar sind und deshalb bisher kaum zu beurteilen waren. Das Team des Ludwig-Boltzmann Instituts für klinisch-forensische Bildgebung ist spezialisiert auf den Einsatz von radiologischen Techniken für gerichtsmedizinische Fragestellungen.
 
   Kontakt
Ludwig Boltzmann Institut für klinisch-forensische Bildgebung
Leiter: Dr. Thorsten Schwark
Universitätsplatz 4, 8010 Graz
Notfallnummer 0664-843 8241, 24 Stunden täglich
Die Untersuchungsstelle in Graz ist eine gemeinsame Einrichtung der Med Uni Graz und des Ludwig Boltzmann Instituts für klinisch-forensische Bildgebung, in Zusammenarbeit mit den Univ.- Kliniken für Kinder- und Jugendheilkunde, für Kinderchirurgie, für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, für Radiologie sowie der Klinischen Abteilung für Kinderradiologie.
 
 

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