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Medizinische Universität Graz

PreisträgerInnen BioNanoNet 2016

Ausgezeichnet: Michael Gruber

PhD-Student in MOLMED am 7th International Congress of Nanotechnology in Medicine & Biology ausgezeichnet

Plazentaperfusion: Nanopartikel im Visier


Michael Gruber, MSc erhielt im Rahmen des 7th International Congress of Nanotechnology in Medicine & Biology – BioNanoMed 2016 an der Donauuniversität Krems den Posterpreis für seine Forschungsarbeit verliehen. In der von der FFG geförderten Arbeit wurde überprüft, wie sich Nanopartikel in der An- und Abwesenheit eines Modell-Pharmazeutikums an der humanen Plazentaschranke verhalten. Dafür wurde das ex-vivo Plazentaperfusionsmodel, welches in der Arbeitsgruppe von Assoz.-Prof. PD Mag. Dr. Christian Wadsack, Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe  etabliert wurde, verwendet.


Diese Methode ermöglicht an einer gespendeten Plazenta sowohl den mütterlichen als auch kindlichen Kreislauf künstlich aufrecht zu erhalten, um damit die Interaktion von Substanzen und Nanopartikeln am intakten Gewebe direkt untersuchen zu können. In der konkreten Arbeit wurden die Aufnahme und Transportkinetik von Polystyrol Nanopartikeln mit einer Größe von 460nm an der Plazentaschranke untersucht. Wie sich zeigte werden Nanopartikel in das Plazentagewebe nur dann aufgenommen, wenn sich auch der Wirkstoff Antipyrin® ebenfalls im mütterlichen Kreislauf befindet.


Diese Erkenntnis wirft die Frage auf, ob pharmakokinetische Wechselwirkungen ein generelles Problem bei der gemeinsamen Verabreichung von auf Nanopartikeln basierenden Pharmazeutika mit konventionellen „small molecule drugs“ sein könnten.



Michael Gruber, Med Uni Graz


Weitere Informationen:
Assoz.-Prof. PD Mag. Dr. Christian Wadsack
Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Medizinische Universität Graz
christian.wadsack(at)medunigraz.at

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