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Medizinische Universität Graz

Steirischer Diabetestag

Diagnose: Zuckerkrankheit

ExpertInnen der Med Uni Graz informieren am 11.11. mit einem umfangreichen Programm in der Grazer Innenstadt.

Große Diabetesstudie startet an der Med Uni Graz  

Mehr als 600.000 ÖsterreicherInnen leiden an Diabetes Mellitus Typ-1 oder Typ-2. Information und Prävention sind wichtige Instrumente, um erst gar nicht an der Zuckerkrankheit zu erkranken bzw. um eine vorhandene Erkrankung bei Wahrung höchster Lebensqualität zu therapieren. Die Med Uni Graz ist führend in der Diabetesforschung und veranstaltet daher am 11.11.2016 in Zusammenarbeit mit der KAGes, der steirischen Diabetesgesellschaft und der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse den 3. Steirischen Diabetestag. ExpertInnen aus Diabetologie und Diätologie informieren mit einem umfangreichen Programm in der Grazer Innenstadt.  

Zuckerkrankheit: Eine der weltweit häufigsten Stoffwechselerkrankungen

Diabetes Mellitus ist eine der weltweit häufigsten Stoffwechselerkrankungen. Rund 10% der gesamten Weltbevölkerung sind davon betroffen. Die Zivilisationskrankheit Diabetes kennt zwei verschiedene Ausprägungen: Kann die Bauchspeicheldrüse den Körper gar nicht oder nur unzureichend mit dem lebenswichtigen Insulin versorgen, spricht man von Diabetes Mellitus Typ 1. Ist der Körper jedoch nicht in der Lage, das vorhandene Insulin richtig zu nutzen, nennt man diese Form der Erkrankung Diabetes Mellitus Typ-2. Beim gesunden Menschen wird Insulin durch die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse bedarfsgerecht ausgeschüttet und so der Blutzuckerspiegel auf stabilem Niveau gehalten. Ist dies nicht der Fall, spricht man von Diabetes. Hinweise auf eine Diabetes Erkrankung sind trockene Haut, Müdigkeit, ein verstärktes Durstgefühl und häufige Urinausscheidung. Diese Symptome machen sich bei Diabetes Typ-1 schnell und deutlich bemerkbar. Die Anzeichen bei Diabetes Typ-2 treten oft schleichend auf, daher bleibt die Erkrankung oftmals über eine längere Zeit hinweg unentdeckt. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei Risikogruppen sind daher essentiell.  

Steirischer Diabetestag: ExpertInnen der Med Uni Graz vor Ort  

Eine umfangreiche Beratung sowie Informationen sind für Betroffene und deren Angehörige unabdingbar, um der Diagnose Diabetes richtig zu begegnen. Zwar erfordert die Erkrankung oftmals auch eine Veränderung des Lebensstils, jedoch gibt es Möglichkeiten, den Stoffwechsel zu verbessern, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten. Um das Bewusstsein für Diabetes zu stärken, ist es für die ForscherInnen der Medizinischen Universität Graz ein besonderes Anliegen, die Öffentlichkeit über diese Volkskrankheit aufzuklären. Daher nutzen die ExpertInnen auch in diesem Jahr anlässlich des internationalen Diabetestags die   Möglichkeit, zu beraten und informieren. Auch im Bereich der Forschung haben die WissenschafterInnen bereits eine Vorreiterrolle eingenommen. Aktuell beschäftigt sich die Forschungsgruppe rund um Assoz.-Prof. Dr. Harald Sourij, Leiter der Diabetesambulanz, Klinische Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie in Zusammenarbeit mit Assoz.-Prof. Dr. Dirk von Lewinski von der Klinischen Abteilung für Kardiologie der Med Uni Graz, mit dem Einfluss von Diabetes auf das Herz.  

Führend in Diabetesforschung: Großangelegte Studie wird von der Med Uni Graz koordiniert  

Die Med Uni Graz hat sich im Bereich der Diabetesforschung weltweit einen Namen gemacht. So konnten bereits zahlreiche EU-Großforschungsprojekte in diesem wissenschaftlichen Bereich eingeworben werden. Erst vor kurzem wurde eine neue großangelegte Studie eingeworben. In dieser wird untersucht, ob die frühzeitige Gabe eines neuen blutzuckersenkenden Medikaments nach einem Herzinfarkt einen Einfluss auf das Auftreten von Herzmuskelschwäche hat. Die akademische Studie wird in Kooperation zwischen DiabetologInnen und KardiologInnen durchgeführt und findet voraussichtlich in sechs Zentren (Graz, Wien, Linz, Feldkirch, Klagenfurt sowie Innsbruck) statt. Das Volumen beträgt 800.000 Euro, die geplante PatientInnenzahl liegt bei 450, die Koordination der multizentrischen Studie übernimmt die Med Uni Graz. „Diabetes und Herzmuskelschwäche gehen häufig Hand in Hand. Im Rahmen unserer Studie wollen wir herausfinden, ob durch die Gabe eines neuen Diabetesmedikaments, das Risiko an Herzinsuffizienz zu erkranken, minimiert werden kann“, so Assoz.-Prof. Dr. Harald Sourij.  

3. Steirischer Diabetestag: Grazer Innenstadt wird zum Informationstreffpunkt  

Unter dem Motto „Diagnose Zuckerkrankheit – Zeit aktiv zu werden“ findet der Steirische Diabetestag heuer zum dritten Mal statt. Interessierte können sich im Rahmen von Vorträgen, Informationsständen oder Einzelgesprächen informieren. Während des gesamten Aktionstages besteht auch die Möglichkeit zur Blutzuckermessung.  

Zeit: Freitag, 11. November 2016 von 09.00-15.00 Uhr
Ort: Grazer Rathaus und Herrengasse
Programm  

Weitere Informationen:
Assoz.-Prof. PD Dr. Harald Sourij
Leiter der Diabetesambulanz
Klinische Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie
Universitätsklinik für Innere Medizin
Medizinische Universität Graz
Tel.: +43 316 385 81310
ha.sourij(at)medunigraz.at

Presseinformation

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