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Medizinische Universität Graz

Hautnah: Schlaue Forschung

Unter dem Titel „Ran an die Mikroskope“ lernten SchülerInnen der Volksschule Nibelungen den Körper kennen.

Ran an die Mikroskope

 

Kürzlich wurde die Veranstaltung „Ran an die Mikroskope – Das gibt es alles in meinem Körper“ zum dritten Mal an der Med Uni Graz organisiert, diesmal für die 4A-Klasse der Volksschule Nibelungen Graz, Klassenlehrerin Helga Valencak. Das Konzept zu dieser informativen Veranstaltung für junge ForscherInnen wurde von Cornelia Stumptner, Institut für Pathologie der Med Uni Graz und BBMRI.at, entwickelt und vom Institut für Pathologie der Med Uni Graz sowie von der Österreichischen Gesellschaft für Pathologie/IAP Austria und der Med Uni Graz Initiative „MUGies – Forschen macht schlau“ unterstützt.

Das Konzept besteht darin, Kindern einige Grundlagen der Pathologie und des „Biobanking“ in angenehmer und lustiger Atmosphäre näher zu bringen. In einer kurzen Einführung wird den jungen ForscherInnen der Weg eines Patienten (und der Blut- und Gewebeproben, die bei einer OP entnommen werden,) durch das Universitätsklinikum erklärt. Dies umfasst die klinische Untersuchung, die Einverständniserklärung, chirurgische Eingriffe oder Biopsien, aber auch den diagnostischen Prozess und das Archivieren von Gewebe und/oder Blut in einer Biobank.

Außerdem werden die Grundfunktionen der wichtigsten Organe erklärt. Danach folgt die praktische Arbeit in Kleingruppen an drei Stationen. In der ersten Station wird das Blut und seine Bestandteile vorgestellt, aber es wird auch pipettiert und mikroskopiert. Auch die nächste Station ist sehr interessant, hier werden die Paraffin-Einbettung und das schnelle Einfrieren in flüssigem Stickstoff demonstriert. Kinder können selbst Gewebe, in diesem Fall Frankfurter, schneiden und in Paraffin einbetten bzw. in flüssigem Stickstoff einfrieren. An der letzten Station werden Färbungen von Gewebeschnitten durchgeführt. Dabei kann jedes Kind einen Schnitt färben, wobei das Färbeverfahren so angepasst wurde, dass keine toxischen Dämpfe entstehen. Danach schauen sich die Kinder die verschiedenen Gewebeschnitte unter dem Mikroskop an und versuchen die jeweilige Struktur bzw. Organe zu erkennen. An jeder Station absolvieren die Kinder nach dem praktischen Teil einen kleinen Test, damit überprüft werden kann, wie gut die Inhalte erklärt wurden. Jedes Kind bekommt für jede Stationen einen Stempel in seinen ForscherInnenpass.

Das Feedback war, wie schon bei den vorangegangenen Präsentationen, hervorragend. Auch Eltern waren von der Idee und Umsetzung begeistert und werden auf diese Weise ebenso in die Pathologie und das Biobanking eingeführt. Das Team vom Institut für Pathologie an der Med Uni Graz - Cornelia Stumptner, Iva und Luka Brcic - wurde diesmal von Martin Zacharias, Student an der Med Uni Graz, unterstützt. Besonderer Dank gilt auch dem engagierten Team des kinderCAMPUS rund um Renate Kasper und Daniela Krammer.

 

 

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