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Medizinische Universität Graz

Stimme: Erkrankungen verstehen

Die innovative Grazer Forschung zu Stimmstörungen wurde aktuell mit dem Best Paper Award ausgezeichnet.

 

Voice Foundation: Best Paper Award
Ausgezeichnete Forschung an der Med Uni Graz


Eine wissenschaftliche Publikation aus der Arbeitsgruppe von Assoz.-Prof. PD Dr. Markus Gugatschka, Klinische Abteilung für Phoniatrie der Med Uni Graz mit Ersatautor Dr. Matthias Graupp, ebendort, wurde mit dem Best Paper Award der Voice Foundation ausgezeichnet.

Wir grautlieren herzlich!

 

Der „Best paper“ Award wird von der Voice Foundation mit Sitz in Philadelphia vergeben. Dabei handelt es sich um die älteste Organisation die sich der Erforschung der gesunden wie kranken Stimme verschrieben hat. Die Gesellschaft gibt auch das weltweit führende wissenschaftiche Journal, das Journal of Voice heraus und im Rahmen der jährlichen Hauptversammlung werden  Preise für herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf diesem Gebiet vergeben.

Der wissenschaftliche Fortschritt macht es zuletzt möglich, Erkrankungen der Stimmlippen auf molekularer Ebene zu verstehen. Dies war bis vor kurzem nicht möglich und erlaubt nun ein tiefergehendes Verständnis zahlreicher Erkrankungen.

Die prämierte Arbeit untersuchte eine bis dato nicht kausal therapierbare Störung: Die Stimmlippennarbe (Stimmlippen-Fibrose) welche stets mit einer hochgradigen Heiserkeit einhergeht und bei Personen in Stimmberufen (Lehrer, Schauspieler, Call-center Agenten etc.) zu ernsthaften beruflichen Problemen führen kann. Die Arbeit untersuchte und charakterisierte den betroffenen Zelltyp (den Stimmlippenfibroblasten/Narbenfibroblast) und beschrieb dabei fundamentale Zellmechanismen bzgl. Alterung und antifibrotischer Therapie.

Die Ergebnisse zeigten nicht nur einen signifikanten Einfluss des Alters auf den Outcome nach anti-fibrotischer Therapie, sondern führte auch zu einer genaueren Charakterisierung des Stimmlippenfibroblasten, was in Zukunft ebenso für weitere Erkrankungen eine Rolle spielen könnte.

 

Die prämierte Arbeit findet sich hier.

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