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Teratologie

Fruchtschädigende (teratogene) Einflüsse beim Menschen

Viele Substanzen und Umwelteinflüsse sind in Bezug auf ihr mögliches keimschädigendes  Risiko beim Menschen nur unzureichend untersucht. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass schwangere Frauen selbstverständlich, aus ethischen Gründen, nicht zu Versuchszwecken fraglich schädigenden Einflüssen ausgesetzt werden und daher zB. Studien zur Arzneimittelwirkung, wie sie bei Nichtschwangeren durchgeführt werden, prinzipiell unmöglich sind.
Da sich aber potentiell fruchtschädigende Einflüsse manchmal nicht vermeiden lassen, weil zB. eine medikamentöse Behandlung in der Schwangerschaft dringend notwendig wird oder weil das Vorliegen einer Schwangerschaft erst nach Beginn einer möglicherweise schädlichen Exposition festgestellt wird, ist das Wissen um die teratogenen Risiken solcher Einflüsse von größter Bedeutung.
Die Forschungseinheit „Humane Teratogene“ will deshalb qualitativ hochwertige und international vergleichbare Daten zur Substanzexposition während der Schwangerschaft und der Stillzeit sammeln, um diese gemeinsam mit Ergebnissen anderer teratologischer Zentren, im Rahmen des Europäischen Netzwerkes der Teratologie Informations Services (ENTIS) zu analysieren und die Risikoabschätzung zu optimieren.
Um solche Informationen überhaupt zu erhalten, sind Studien nötig, basierend auf der Analyse von Schwangerschaftsverläufen, die fraglich teratogenen Einflüssen ausgesetzt waren. Es ist also von größter Bedeutung, zu erheben, ob nach fraglicher Teratogen-Exposition Schwangerschaftskomplikationen oder Fehlbildungen auftreten oder nicht.
Daher soll über unsere Forschungseinheit das aktuellste vorhandene Wissen um mögliche Risiken solcher Einflüsse ratsuchenden Ärzten und Patientinnen angeboten werden. Im Austausch dafür möchten wir die Beratungssituation dazu nutzen, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu erweitern um damit zukünftige Beratungen zu optimieren. Um das zu erreichen sind wir ganz wesentlich auf das Verständnis der anfragenden PatientInnen und KollegInnen angewiesen, und auf ihre Bereitschaft, uns die notwendigen Informationen über den weiteren Schwangerschaftsverlauf und den Gesundheitszustand des Babys zu übermitteln.

Kontakt:
Univ. Ass. Dr. med. Herbert Juch
mail@embryotox.at


Geplanter Ablauf der teratologischen Beratung mit  Berücksichtigung der notwendigen Datenerfassung:

 



 
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