Diagnostik- und Forschungszentrum

Forschungsschwerpunkt Molekulare Epidemiologie und Klinische Mikrobiologie

Teamleiter*innen: Ivo Steinmetz, Eva Leitner-Meyer, Gabriel Wagner-Lichtenegger

Fokus: Kenntnisse über die Verbreitung von Infektionserregern in der Bevölkerung und in Gesundheitseinrichtungen sind essentiell für eine zielgerichtete Patient*innendiagnostik und die Überprüfung von Präventionsstrategien. Eine State-of-the-art Methodik im Labor ist für die Identifizierung und Typisierung von Infektionserregern, neuen Erregervarianten und antimikrobiellen Resistenzen von zentraler Bedeutung. Es gibt auf diesem Gebiet eine Vielzahl neuer Entwicklungen die zum Ziel haben, die Schnelligkeit und Genauigkeit der Verfahren weiter zu verbessern. Ziel unserer Arbeiten ist es, diese Methoden weiter zu optimieren und deren zielgerichteten Einsatz zu evaluieren.

Vernetzung: Unsere Forschungsarbeiten finden in enger Kooperation mit den klinischen Kolleg*innen am LKH-Univ. Klinikum Graz und mit weiteren nationalen und internationalen Partnern statt.

Projekte

Schul-SARS-CoV-2-Monitoringstudie – Studie zur Bestimmung von Prävalenz und Prävalenzentwicklung von aktiven SARS-CoV-2-Infektionen (COVID-19) bei Schüler*innen und Lehrer*innen“

  • Ziel der Schul-SARS-CoV-2-Monitoringstudie ist es, die Häufigkeit aktiver SARS-CoV-2 Infektionen bei Schüler*innen der Primarstufe (Volksschule) und Sekundarstufe 1 (Mittelschule/AHS Unterstufe) und deren LehrerInnen in Österreich über einen Zeitraum von 10 Monaten zu bestimmen.
  • Laufzeit: 2020-2021
  • Gefördert durch: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
  • Projektpartner*innen: Konsortium der Medizinischen Universität Graz, der Medizinischen Universität Innsbruck, der Medizinischen Fakultät der JKU Linz und der Universität Wien in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Whole Genome-basierte molekulare Typisierung von Bordetella pertussis

  • Eine zeitnahe Erkennung und Eindämmung von Ausbrüchen des Keuchhustenerregers Bordetella pertussis erfordert eine schnelle und präzise Abklärung mittels Genomsequenzierung des Erregers. Ein breiter, standardisierter Einsatz dieser hochauflösenden Typisierung ist allerdings aufgrund hoher Gerätekosten und komplexer Bioinformatik noch nicht realisierbar. In diesem Projekt kombinieren wir neue Gesamtgenom-Sequenziertechnologien mit einer automatisierten Auswertepipeline mit dem Ziel einer robusten, routine-tauglichen Typisierungsmethodik für das klinisch-mikrobiologische Labor.
  • Laufzeit: seit 2020
  • Gefördert durch: Med Uni Graz
  • Projektpartner*innen: AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit

Improved diagnostics and immune response markers in antibiotic-associated colitis and antibiotic-associated diarrhea

  • In dieser prospektiven Observationsstudie in Zusammenarbeit mit der Klinischen Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie werden bei Patient*innen mit Antibiotika-assoziierter Colitis (AAC) und Antibiotika-assoziierter Diarrhoe (ADD) das Mikrobiom von Stuhlproben, sowie die Anwesenheit von intestinalen Entzündungsmarkern und Enteropathogenen im Vergleich zu Kontrollgruppen bestimmt. Die von uns bearbeiteten Teilprojekte haben zum Ziel 1. mit neuen diagnostischen Methoden den Nachweis von antibiotika-assoziierten Enteropathogenen zu verbessern und 2. zu untersuchen, ob die Antikörperantwort gegen Enteropathogene als diagnostischer/prognostischer Parameter genutzt werden kann.
  • Laufzeit: seit 2021
  • Gefördert durch: Med Uni Graz
  • Projektpartner*innen: Klinische Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie; Universitätsklinik für Innere Medizin; Sektion für Infektiologie und Tropenmedizin, Universitätsklinik für Innere Medizin; Diagnostik- & Forschungsinstitut für Pathologie, Med Uni Graz

 

Total Lab Automation‘ in der klinisch-bakteriologischen Diagnostik

  • In den letzten Jahren wurden für die kultur-basierte, bakteriologische Patient*innendiagnostik durch technische Fortschritte erste vollautomatisierte Laborsysteme entwickelt. Diese „Laborstraßen“ sind modulartig aufgebaut und bestehen aus miteinander verbundenen, Geräten und Vorrichtungen, mit denen der Großteil der Gesamtanalyse (Probenansatz, Inkubation der Kulturmedien, digitale Befundung, Weitertransport zu diagnostischen Spezialgeräten) vollautomatisch stattfindet. In diesem Projekt untersuchen wir die Analysezeit und Nachweisgrenzen der ‚Total Lab Automation‘ mit verschiedenen klinischen Proben im Vergleich zu den herkömmlichen Verfahren.
  • Laufzeit: seit 2018
  • Gefördert durch: Med Uni Graz
  • Projektpartner*innen: Klinische Abteilungen des LKH-Univ. Klinikum Graz

Diagnostik- und Forschungsinstitut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin

Univ.-Prof. Dr.
Ivo Steinmetz  
T: +43 316 385 73700

Diagnostik- und Forschungsinstitut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin

Priv.-Doz.in Dr.in
Eva Leitner-Meyer  
T: +43 316 385 73714

Diagnostik- und Forschungsinstitut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin

Univ.-Ass. Dr.
Gabriel Wagner-Lichtenegger,  MSc
T: +43 316 385 73711