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Medizinische Universität Graz

Körpereigene Stoffe zur Behandlung von Hautkrebs

Bei der photodynamischen Therapie (PDT) kommen photoaktive Stoffe zur Behandlung von Krebs zur Anwendung. In der Dermatologie hat sich nach den klinischen Pionierarbeiten der Grazer Arbeitsgruppe die PDT mit endogenen Porphyrinen durchgesetzt. Porphyrinvorläufer, wie Aminolävulinsäure oder deren Ester, die bei natürlichen Stoffwechselvorgängen des Körpers wie dem Aufbau eines Anteils (Häm) des roten Blutfarbstoffes vorkommen, werden dabei insbesondere in Form von Cremen im Bereich von Hauttumoren lokal verabreicht. Die Tumorzellen selbst wandeln diese Stoffe in photosensitive Porphyrine um, was die hochselektive und effektive Zerstörung von Tumorgewebe durch die Aktivierung über Bestrahlung mit sichtbarem Licht durch LED oder Laser über die Produktion von Sauerstoffradikalen ermöglicht. Die PDT schont das gesunde Gewebe, weswegen die kosmetischen Ergebnisse denen von chirurgischen Verfahren deutlich überlegen sind. Auch bestehen bei den Wirkmechanismen der PDT direkte Beziehungen zu einer anderen Form der Bioimmuntherapie, der Behandlung mit Toll-like-Rezeptor-(TLR)-Agonisten wie Imiquimod. Diese aktivieren Toll-like-Rezeptoren, führen zu einer Entzündungsreaktion und zerstören somit Tumorgewebe. Die PDT ist vor allem beim "weißen Hautkrebs" (aktinischen Keratosen, oberflächlichen Plattenepithelkarzinomen und Basalzellkarzinomen) hocheffektiv.

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