Spezialambulanz und Forschungseinheit für bipolare Störungen

Medizinische Universität Graz

In unserer Forschungseinheit wird unter anderem der Schwerpunkt "Psychiatrie-Genetik" intensiv beforscht. Hierbei bildet die Untersuchung der Genetik und Epigenetik affektiver Störungen (bipolare und unipolare Depression) den Hauptschwerpunkt.

Insbesondere werden die "Molekulare 24 Uhr" und der "zelluläre Stress" (Endoplasmatischer Retikulum Stress und oxidativer Stress) genetisch, epigenetisch und molekularbiologisch untersucht. Die Untersuchung der circadianen Rhythmik ist von besonderem Interesse, weil das komplizierte Uhrenwerk mehrerer Clock-Gene eng mit dem Neurotransmitterabbau über die MAOA (Monoaminooxidase A) zusammenhängt. Auch Life-Style-Erkrankungen (z.B. Adipositas) sind eng mit gestörten 24h Rhythmen, zellulärem Stress und chronischer Inflammation assoziiert und werden in diesem Zusammenhang in unseren Studien auf molekularbiologischer Ebene untersucht. Des Weiteren wirkt sich auch das stimmungsstabilisierende Lithium positiv auf die molekulare 24 Uhr aus. Im Rahmen des renommierten ConLiGen Consortiums nehmen wir auch an der Erforschung der Lithium-Response auf genetischer Ebene teil. Ebenso partizipieren wir am internationalen PSYCOURSE Consortium, welches den Langzeit Verlauf der bipolaren Störung erforscht. Zusammengefasst wollen wir einen Beitrag zur weiteren molekularbiologischen Entschlüsselung der affektiven Störungen leisten, um in Zukunft Laborbiomarker und bessere Behandlungsmöglichkeiten zu finden.

Verantwortliche Mitarbeiterin: Fr. Priv. Doz. DDr. Susanne Bengesser, Bakk

Doktorandin: Alexandra Rieger, MSc

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