Spezialambulanz und Forschungseinheit für bipolare Störungen

Medizinische Universität Graz

Forschungsschwerpunkt Kognition

Neurokognitive Defizite sind häufige Begleiterscheinungen der bipolaren Störung. Sie persistieren nicht nur in akuten Krankheitsphasen, sondern ebenfalls in euthymer Stimmungslage, auch unabhängig von medikamentöser Therapie. Die häufigsten kognitiven Beeinträchtigungen, die bei bipolaren Patienten/innen auftreten, sind Konzentrationsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Informationsverarbeitungsstörungen, Beeinträchtigungen der exekutiven Funktionen und des Gedächtnisses. Kognitive Defizite stehen maßgeblich mit dem Krankheitsverlauf und der Lebensqualität in Zusammenhang. Kognitive Störungen beeinflussen aber auch die Alltagsaktivität und die Lebensqualität. Derzeit gibt es erste Daten, die zeigen, dass kognitive Störungen auch durch einen ungesunden Lebensstil und Übergewicht bei bipolaren Menschen beeinflusst werden. Es ist daher ein Ziel der Forschungsgruppe, die Prävalenz und die Auslösefaktoren kognitive Defizite bei unseren Patienten/innen frühestmöglich zu erfassen. Darüber hinaus sollen die Auswirkungen kognitiver Dysfunktionen auf den Krankheitsverlauf sowie die Effekte gezielter therapeutischer Interventionen erforscht werden und so einen positiven Einfluss auf psychosoziale Funktionen zu bewirken.

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