Spezialambulanz und Forschungseinheit für bipolare Störungen

Medizinische Universität Graz

Psychoedukation
- SpezialistIn der eigenen Erkrankung

Psychoedukation bildet die Basis der psychologischen Behandlung und soll die Betroffenen über Wissensvermittlung zu ExpertInnen der eigenen Erkrankung machen. Unter Psychoedukation wird eine strukturierte Schulung des/r Patienten/in in Bezug auf seine/ihre Erkrankung verstanden. Der/die Patient/in soll darin unterstützt werden, sein/ihr Verhalten so zu ändern, dass seine/ihre Gesundheit gefördert und Belastungen eigenverantwortlich bewältigt werden können.

Neben der Informationsvermittlung über die Erkrankung, fördern psychoedukative Maßnahmen die Akzeptanz der Erkrankung und die Motivation zur Veränderung. Im Fokus der Psychoedukation steht die Aufklärung über Behandlungsmethoden und Bewältigungsmöglichkeiten für ein besseres Abwägen zwischen Wirkungen und Nebenwirkungen von Therapien sowie ein frühzeitiges Erkennen erster Symptome zur rechtzeitigen Inanspruchnahme von Unterstützung durch Fachleute. Dadurch können Rückfälle vorgebeugt werden und eine Chronifizierung verhindert werden.

Im Gruppensetting wird dem Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen darüber hinaus eine große Bedeutung beigemessen, der zum Behandlungserfolg zusätzlich beitragen kann. Psychoedukative Ansätze erwiesen sich in Studien als hoch effektiv in der Behandlung der bipolaren Störung, da die Patienten/innen lernen, auf Krankheitszeichen frühzeitig zu reagieren und rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu setzen um Rückfälle zu vermeiden.

 

An der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin in Graz besteht über die Spezialambulanz für bipolare Störungen die Möglichkeit an einem zwölf-wöchigen ambulanten Psychoedukationsprogramm teilzunehmen.

Die Sitzungen finden jeden Montag von 12:30 – 14:00 Uhr im Gruppenraum im 2. Stock statt (Anmeldung bei PD Mag. Dr. Nina Dalkner über nina.dalkner(at)medunigraz.at).

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