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Medical University of Graz

gender : budgeting

Gender Budgeting ist Teil der gleichstellungspolitischen Strategie Gender Mainstreaming. Gender Budgeting fokussiert die genderbezogene Analyse und die gleichstellungsorientierte Bewertung der Verteilung von Ressourcen.

Das Ziel ist die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Ressourcenverteilung durch z.B:

  • Gleichstellung von Frauen und Männern in der Haushalts- bzw. Wirtschaftspolitik Integration der Gender Perspektive auf allen Ebenen und in allen Phasen des Budgetprozesses
  • Genderspezifische Wirkungsanalyse der Budgets (und falls nötig Veränderung der Budgetprozesse)  

Der Gleichstellungsauftrag leitet sich aus einer Reihe von nationalen und internationalen Rechtsnormen ab. Zentrale Grundlage des Gender Budgeting in Österreich ist die Bundesverfassung: B-VG Artikel 13 (3): Bund, Länder und Gemeinden haben bei der Haushaltsführung die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern anzustreben.

Dennoch gibt es nach wie vor Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen - den Gender Pay Gap. Durch die Novellierung des Gleichbehandlungsgesetzes wurden 2011 erstmals größere Betriebe zur Einkommenstransparenz verpflichtet. Dies ist ein erster Schritt, um bestehende geschechtsspezifische Differenzen in der Privatwirtschaft analysieren, interpretieren und schließlich bekämpfen zu können. Dieses Gesetz gilt allerdings nicht für den öffentlich-rechtlichen Bereich. Im Jahr 2011 wurden aber auch Einkommensunterschiede an den Universitäten erstmals als Teil der Wissensbilanz veröffentlicht. Der relevante Indikator umfasst allerdings nur das wissenschaftlichen Personal, vor allem die Gruppe der UniversitätsprofessorInnen, außerdem ist die Kennzahl eher allgemein gehalten.

Um gender:budgeting nicht nur auf die Analyse der Einkommensunterschiede bei den Personalkosten einzuschränken bzw. auch diese genauer zu durchleuchten als es für die Wissensbilanz gefordert ist, hatten sich die Medizinische Universität Graz und hier im Besonderen die Vizerektorin für Personal und Gleichstellung zum Ziel gesetzt, ein breiteres Projekt zu starten, das nach der Pilotphase (2010-2012) auch dauerhaft in den Prozessen der Universität verhaftet bleibt. Verantwortlich für die Durchführung ist die GENDER:UNIT in Kooperation mit den Abteilungen Finanzmanagement, Controlling, Qualitätsmanagment und Forschungsförderung. Einbezogen werden auch der AKGL und die Betriebsräte. 

Ziel ist, der Universitätsleitung eine Steuerungsgrundlage zur gerechten und transparenten Verteilung der budgetären Ressourcen zur Verfügung zu stellen sowie eine Sensibilisierung durch Einbezug in den Budgetprozess zu erreichen.

Im Zuge des Projektes gender:budgeting erfolgten folgende Schritte

  • Gender Budgeting als Prozess zu implementieren (Berichtswesen, Evaluierung, Informations- und Kommunikationsstruktur, etc.)
  • Gender Budgeting als Aspekt im Budgetprozess zu verankern

Bereich Personalkosten und Gender Pay Gap:

  • Ist Analyse durchführen
  • Regelmäßiges Monitoring

Weiterführend:

  • Gezielt Ressourcen für Wissenschafterinnen zur Verfügung stellen (Mobilitätsstipendien, Forschungsstipendium)
  • VMC Moodle
  • Forschungportal
  • MEDonline
  • Library