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gender : sprache

Die Angehörigen der Medizinischen Universität sind zum Gebrauch einer geschlechtergerechten und -sensiblen Sprache verpflichtet

Auszug aus dem Frauenförderungsplan der Medizinischen Universität Graz

§ 12. Gebrauch einer geschlechtergerechten Sprache  

  • (1) Alle Organe und Angehörigen der Medizinischen Universität Graz bedienen sich in Aussendungen, Formularen, Protokollen, Reden, Interviews und anderen an die Öffentlichkeit oder an die Universitätsangehörigen gerichteten Mitteilungen und in der Lehre einer geschlechtergerechten Sprache. Es sind daher in allen Schriftstücken und mündlichen Äußerungen entweder explizit die weibliche und männliche Form oder geschlechtsneutrale Bezeichnungen zu verwenden. Unsachliche Differenzierungen zwischen Frauen und Männern sind zu unterlassen.
  • (2) Die Formulierung von Generalklauseln, in denen z.B. zu Beginn, am Ende oder in Fußnoten eines Textes festgehalten wird, dass die gewählten personenbezogenen Bezeichnungen für beide Geschlechter gelten, ist unzulässig.
  • (3) Formulierungen sowie Organ- und Funktionsbezeichnungen sind so zu wählen, dass sie Frauen und Männer gleichermaßen betreffen.                                                 

Wie?

Unsere Kommunikation spiegelt die Identität und Werte unserer Organisation wider. Mit unserer Sprache wollen wir alle Menschen erreichen. Um sichtbar zu machen, dass es neben der binären Einteilung in männlich und weiblich auch andere Geschlechtsidentitäten gibt, hat sich die Medizinische Universität Graz entschlossen in Zukunft den Genderstern* als empfohlene Schreibweise zu verwenden.

Warum?

Geschlechterinklusive Sprache spricht alle Geschlechter an und inkludiert somit alle Geschlechtsidentitäten, intergeschlechtliche, transgeschlechtliche und nicht-binäre Menschen. Die Schreibweise mit dem Genderstern* oder Asterisk, hat sich zunehmend durchgesetzt um die Vielfalt der Geschlechter abzubilden.

Wie sieht das aus?

Sehr geehrte*r Benutzer*in, Sehr geehrte Professor*innen,
Liebe Kolleg*innen, der*die Mitarbeiter*in,
Dr*in Ärzt*innen, Arzt*Ärztin,
er*sie, ein*e, für jede*n, sein*ihr,
Absolvent*innenbefragung,
die Anschrift des*der Absolvent*in oder die Anschrift des*der Absolventen*Absolventin
Forscher*innen, die ein Paper einreichen wollen …
Der*Die Forscher*in, der*die ein Paper einreichen will …
Ihr Paper können Sie ab sofort einreichen.
Sein*Ihr Paper kann er*sie sofort einreichen.

 

Beim Sprechen ist es möglich eine kleine Pause in der Aussprache an der jeweiligen Stelle zu machen.

Wenn digitale Texte mit Screenreader gelesen werden, wird der Stern als "Stern" mitgelesen (also z.B. "Mitarbeiter Stern innen"). Bitte weisen Sie in Texten vorab darauf hin also z.B.: "Der folgende Text verwendet bei Anreden und Personenbezeichnungen statt männlicher und weiblicher Form den Genderstern um Geschlechtervielfalt auszudrücken. Der Genderstern wird vom Screenreader als 'Stern', 'Pause' oder 'Asterisk' vorgelesen, oder auch gar nicht gelesen."

Wir bitten Sie in Zukunft diese Schreibweise in Ihrer Kommunikation zu verwenden und bei allen neu erstellten Schriftstücken zu berücksichtigen. Bereits existierende Schriftstücke sind, sofern es unter einem zumutbaren Aufwand möglich ist, binnen eines Jahres umzustellen.

 

Nützliche Seiten und Leitfäden:

Geschickt Gendern

Geschlechterinklusive Sprache Uni Wien

"Leitfaden geschlechtergerechtes Formulieren und geschlechtersensibler Kommunikation" (Akademie der Bildenden Künste, 2019)

"trans. inter*. nicht-binär. Lehr- und Lernräume an Hochschulen geschlechterreflektiert gestalten" (Akademie der Bildenden Künste, 2019)

 

Bei Unklarheiten und Fragen, kontaktieren Sie gerne die Gender:Unit bzw. verena.kuckenberger(at)medunigraz.at 

 

 

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