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Medical University of Graz

Gruppenbild der Stipendienverleihung

L’ORÉAL: Forschung fördern

Zwei Wissenschafterinnen der Med Uni Graz erhielten das „For Women in Science“ Stipendium von L’ORÉAL Österreich.

Unterstützung für ausgezeichnete Forscherinnen


In Anwesenheit von Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann wurden gestern Abend zum 12. Mal die L’ORÉAL Österreich Stipendien FOR WOMEN IN SCIENCE vergeben. FOR WOMAN IN SCIENCE ist eine weltweite Partnerschaft von L’ORÉAL und UNESCO, die 1998 ins Leben gerufen wurde und bisher rund 3.000 Frauen aus allen Erdteilen mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet hat. Zwei der Preisträgerinnen erhielten in der Folge einen Nobelpreis.


Die Stipendien sind eine Kooperation von L’ORÉAL Österreich mit der Österreichischen UNESCO Kommission und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Sie werden seit ihrer Gründung im Jahr 2007 vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung finanziell durch Verdoppelung der Mittel unterstützt. Heuer kommt zum zweiten Mal ein fünftes Stipendium hinzu, das von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gesponsert wird.


Die L’ORÉAL Österreich Stipendien FOR WOMEN IN SCIENCE wurden an folgende Wissenschafterinnen vergeben:

• Daniela Hainberger, MSc, Immunbiologin, MedUni Wien
• Manuela-Raluca Pausan, MSc, Molekulare Mikrobiologin, Med Uni Graz
• Joanna Plastira, MSc, PhD, Neuroimmunologin, Med Uni Graz
• DI Dr. mont. Barbara Putz, Werkstoffwissenschafterin, ÖAW, Leoben
• Dr. rer. nat. Petra Sumasgutner, Zoologin, Naturhistorisches Museum, Wien

 

Die beiden Stipendiatinnen der Med Uni Graz im Kurzportrait

Manuela-Raluca Pausan, geboren 1990 in Zalau in Rumänien, kam nach Abschluss ihrer Studien in Biochemie und Biotechnologie an die Med Uni Graz. In ihrem Forschungsprojekt beschäftigt sie sich mit der Frage, wie verschiedene Mikroorganismen während und nach der Geburt von der Mutter auf das Kind übertragen werden. Das ist lebensentscheidend für einen Säugling. Viele offene Fragen gibt es zu diesem Transfer.


Joanna Plastira, 1983 in Thessaloniki in Griechenland geboren, ist schon seit 2012 an der Med Uni Graz. Zunächst absolvierte sie hier ein PhD-Studium und ist seit 2017 am Gottfried-Schatz-Forschungszentrum, Lehrstuhl für Molekularbiologie und Biochemie, tätig. Sie beschäftigt sich mit den Auswirkungen bestimmter Substanzen auf Mikroglia – das sind Immunzellen des zentralen Nervensystems. Dies könnte zu neuen Therapien führen.


Die Stipendien sind mit jeweils EUR 25.000,00 dotiert.

 

Förderung der Grundlagenforschung

Die Stipendien nehmen eine Sonderstellung in der österreichischen Forschungsförderung ein, weil sie neben dem Projektsponsoring weitere Ziele verfolgen: Sie fördern Frauenkarrieren und tragen zum Abbau von gender-bedingten Karrierehürden in der Wissenschaft bei. Die öffentliche Auszeichnung drückt Wertschätzung aus, die auch andere Frauen ermutigen soll. Zudem bringt die Initiative einer breiten Öffentlichkeit die Bedeutung der Grundlagenforschung näher und verweist auf ihren Beitrag zur Lösung aktueller Probleme unserer Gesellschaft, wie etwa für häufige Krankheiten, Umweltfragen oder technische Herausforderungen. Schließlich soll das weibliche Gesicht der Forschung näher ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden.


Die Medizinische Universität Graz gratuliert sehr herzlich und wünscht weiterhin viel Erfolg.

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