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Medical University of Graz

Zwischen 1. Mai und 30. Juni wird geforscht! KleinkindpädagogInnen unterstützen ForscherInnen der Medizinischen Universität Graz bei der Suche nach frühen Anzeichen einer seltenen genetischen Erkrankung, dem Fragilen-X-Syndrom (FXS).

 

Bereits über 7.000 Personen aus ganz Österreich forschten im Rahmen des Citizen Science Awards um die Wette. Nach dem großen Erfolg in den letzten beiden Jahren lädt das BMWFW auch 2017 interessierte Bürgerinnen und Bürger wieder zum Mitforschen ein! Die engagiertesten Citizen Scientists werden vom BMWFW gemeinsam mit den Forschungsteams im Rahmen einer Festveranstaltung ausgezeichnet und mit Preisen bis zu 1.000 Euro belohnt. Die Preisverleihung findet am 21. November 2017 im Großen Festsaal der Universität Wien statt.

Eines der mitveranstaltenden Projekte der Citizen Science Awards 2017 wird an der Medizinischen Universität Graz durchgeführt. Unter dem Motto „Wissenschaft im Kindergarten“ sucht die Forschungseinheit iDN – interdisciplinary Developmental Neuroscience (Abteilung für Phoniatrie, Medizinische Universität Graz) KindergartenpädagogInnen, die als Citizen Scientists die Erforschung einer seltenen genetischen Erkrankung mit ihrer Expertise unterstützen.

FORSCHUNGSZIELE

Das FXS ist durch eine Fülle von neurologischen- und Verhaltensauffälligkeiten beschrieben, beispielsweise in den Bereichen soziale Interaktion, kommunikative Fähigkeiten, oder Fein- und Grobmotorik. Beim FXS sind jedoch im Gegensatz zu vielen anderen genetischen Störungen kurz vor, während und nach der Geburt keine Symptome erkennbar. Die Auffälligkeiten erreichen oft erst im Vorschulalter ein Ausmaß, das zu weiterführenden Untersuchungen und einer genetischen Abklärung führt. Das durchschnittliche Diagnosealter liegt derzeit immer noch bei etwa 3 Jahren.

Mit dem FWF-Basisprojekt „Der frühe Phänotyp beim Fragilen-X-Syndrom: Ein interdisziplinärer Zugang“ als Grundlage dieses Citizen Science-Projekts wird versucht, das frühe Erscheinungsbild bei FXS besser zu charakterisieren und frühe Verdachtsmomente bei Kindern mit FXS während der ersten beiden Lebensjahre festzustellen. Das Citizen Science-Projekt zielt darauf ab herauszufinden, ob Kindergarten- und KinderkrippenpädagogInnen als Personen die tagtäglich mit den Kindern zu tun haben, frühe Auffälligkeiten bei Kindern mit Entwicklungsstörungen erkennen.

WAS PASSIERT MIT DEN BEITRÄGEN DER CITIZEN SCIENTISTS?

Die Medizinische Universität Graz legt großen Wert auf die Prinzipien der guten wissenschaftlichen Praxis: Die Messdaten werden selbstverständlichen streng vertraulich behandelt und vollständig anonymisiert gespeichert. Die für die Teilnahme am Citizen Science Award notwendigen persönlichen Kontaktdaten werden getrennt von den Messdaten aufbewahrt und nach Abschluss des Projekts gelöscht. Die Einbindung von Citizen Scientists soll dabei helfen, mögliche Anzeichen des FXS in den ersten beiden Lebensjahren zu erkennen und noch besser beschreiben zu können. Dies könnte zukünftig dazu beitragen, dass genetische Untersuchungen früher veranlasst, Diagnosen früher gestellt und Therapien früher eingeleitet werden.

WIE KANN MAN MITFORSCHEN?

Das Projekt lädt Interessierte ein, Videoclips von 0- bis 2-jährigen Kindern anzusehen und zu beschreiben. Erkennen sie Auffälligkeiten in der Motorik, der Kommunikation, oder anderen Entwicklungsbereichen? Um sich mit Ihrer Betreuungseinrichtung für unser Projekt anzumelden, bzw. für weitere Fragen im Zusammenhang mit dieser wissenschaftlichen Studie und/oder den Citizen Science Awards 2017, stehen wir Ihnen sehr gerne telefonisch (+43 680 1275886) oder per Email (iris.tomantschger@medunigraz.at) zur Verfügung!

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