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Medical University of Graz

Symposium: Human Milk

Symposium "Human Milk Oligosaccharides in Pregnancy" rund um die Muttermilchforschung an der Med Uni Graz.

Humanmilch Oligosaccharide

 

Muttermilch enthält neben zahlreichen wertvollen Bestandteilen spezielle Mehrfachzucker, welche positive Wirkungen auf das gestillte Kind haben. An der Medizinischen Universität Graz wird die Rolle dieser sogenannten Humanmilch Oligosaccharide (HMOs) bereits in der Schwangerschaft untersucht. HMOs sind bioaktive Mehrfachzucker in der Muttermilch, die relativ früh in der Schwangerschaft gebildet werden und im mütterlichen Blutkreislauf sowie im Nabelschnurblut nachweisbar sind. Welche Rolle diese ‚pränatalen’ HMOs auf die mütterliche und kindliche Gesundheit sowohl während der Schwangerschaft als auch nach der Geburt langfristig haben, ist bisher weitgehend unbekannt.

Im Rahmen dieses zum zweiten Mal stattfindenden Symposiums wurden an der Med Uni Graz aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert. Dabei ging es im diesjährigen Symposium vorwiegend um das Zusammenspiel von HMOs mit dem menschlichen Mikrobiom, der Gesamtzahl an Mikroben, die den menschlichen Körper von Geburt an (und möglicherweise sogar bereits davor) besiedeln und für unsere Gesundheit unverzichtbar sind. Das Know-How führender ExpertInnen unterschiedlicher Fachgebiete wie Gynäkologie und Geburtshilfe, Kinderheilkunde, Mikrobiologie und Biochemie ermöglichte eine vielseitige Diskussion und einen Ausblick auf die zukünftige Forschung. Univ.-Prof. Dr. Karl Tamussino, stellvertretender Vorstand der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Med Uni Graz, begrüßte die zahlreichen TeilnehmerInnen. Dr.in Maria Carmen Collado, IATA, Valencia, hielt eine Keynote Lecture über die ersten Routen der Besiedelung des menschlichen Körpers durch Mikroben und deren Wichtigkeit für die Gesundheit. Im Anschluss referierten ExpertInnen der Med Uni Graz, der Uni Graz sowie renommierte WissenschafterInnen aus den Niederlanden, der Schweiz und Großbritannien.

Die Nachfrage und das Interesse für die Thematik ist groß, so nutzten über 80 TeilnehmerInnen die Gelegenheit, sich über diesen Forschungsbereich zu informieren, die eigene Forschung als Poster zu präsentieren und mitzudiskutieren. Besonders NachwuchsforscherInnen, darunter viele PhD Studierende des neuen PhD-Programms Inflammatory Diseases in Pregnancy, DPiDP, das auch die Keynote Lecture sponserte, nahmen aktiv an der Diskussion teil, was zum großen Erfolg des Symposiums maßgeblich beitrug.

 

 

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