Infektiologie

Die fachärztliche Betreuung der Patient*innen mit vermuteten oder nachgewiesenen Infektionskrankheiten erfolgt im Rahmen

  • von stationären Betreuungen auf der Universitätsklinik für Innere Medizin,
  • des klinikumsweiten Konsiliardienstes und
  • der Infektionsambulanz.

Infektiologischer Konsiliardienst: Der infektiologische Konsiliardienst ist klinikumsweit direkt bei den Patient*innen der unterschiedlichen Kliniken und Abteilungen tätig und versorgt als telefonischer Konsiliardienst auch andere Gesundheitseinerichtungen. In den Konsiliardienst fließen „Antimicrobial Stewardship“ Maßnahmen mitein, die in Zusammenarbeit mit der Anstaltsapotheke und Kolleg*innen des Klinikums umgesetzt werden.

Infektionsambulanz: In der Infektionsambulanz werden Patien*innen nach einem stationären Aufenthalt in unserer Klinik nachbetreut, Patient*innen nach Zuweisung durch niedergelassen Kolleg*innen untersucht und behandelt (z.B. bei Fieber nach Tropenaufenthalt), sowie Patient*innen mit infektiologischen Notfällen in Zusammenarbeit mit der Notfallaufnahe (EBA) betreut. Tagesklinische infektiologische Behandlungen (z.B. ambulante antiinfektive intravenöse Therapien) werden in Zusammenarbeit mit der Tagesklinik der Universitätsklinik für Innere Medizin durchgeführt. Unser Versorgungsauftrag umfasst derzeit keine reisemedizinischen Beratungen VOR einer Reise. Bei Fragen zu Impfungen oder anderen Maßnahmen vor Auslandsreisen wenden Sie sich daher bitte an die Impfambulanz des Diagnostik- und Forschungsinstituts für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Medizinischen Universität Graz oder an eine andere Impfstelle.

Mikrobiologisches Labor: An der Klinischen Abteilung für Infektiologie ist das Mikrobiologische Labor der Universitätsklinik für Innere Medizin verankert, das in österreichische (AURES) und europäische (EARS-Net) Resistenzdatennetzwerke integriert ist. Regelmäßige lokale epidemiologische Datenauswertungen und Resistenzstatitisken des Labors stellen die Grundlage für eine qualitativ hochwertige antiinfektive Therapie dar. Die kurzen Transportwege mikrobiologischer Proben und umgehende Umsetzung der mikrobiologischen Befunde erhöhen die Behandlungsqualität der Patientinnen und Patienten, was beispielsweise bei Staphylokokkus aureus Bakteriämien (Blutvergiftungen durch das Bakterium Staphylokokkus aureus) zu verbesserten Überlebensraten und weniger Rezidiven (Rückfällen) führt.

In der Symbiose aus Patient*innenbetreuung, Forschung und Lehre liegt die Einzigartigkeit und der Mehrwert unserer Klinischen Abteilung. Daher wird die Abteilung gemeinsam von der Medizinischen Universität Graz und der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. betrieben. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den beiden Träger*innen am Standort LKH-Universitätsklinikum Graz spiegelt sich auch auf unserer Website wider. Weitere Informationen über die Patient*innenbetreuung finden Sie auf der Website des LKH-Universitätsklinikums Graz.