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Sie interessieren sich für den medizinischen Fortschritt und möchten gerne Forschungsprojekte an der Medizinischen Universität Graz finanziell unterstützen? Dann verschaffen Sie sich einen Eindruck über die international kompetitive Spitzenforschung an unserer Universität und die Arbeit in den verschiedenen Forschungsteams. Wir freuen uns über Ihr Interesse.

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Mag.a
Cornelia Gogg 
T: +43 316 385 71637
Cornelia Gogg

Vielfältige Forschungsbereiche für den medizinischen Fortschritt

SFB Lipidhydrolyse

Lipid- und Energiestoffwechsel

Adipositas, Typ-2-Diabetes, nichtalkoholische Fettleber und Krebs sind weitverbreitete Erkrankungen und stellen eine große Herausforderung für das Gesundheitssystem dar. Im vom Wissenschaftsfonds geförderten Spezialforschungsbereich „Lipidhydrolyse“ wird das langfristige Ziel verfolgt, die Beteiligung von Lipidhydrolasen an der Krankheitsentstehung zu entschlüsseln und in weiterer Folge neue Behandlungsstrategien zu entwickeln.

Es ist eine große Herausforderung, alle Lipidhydrolasen zu identifizieren und deren Funktion zu beschreiben. Das umfassende Verständnis der Struktur, der Funktion und der physiologischen Bedeutung dieser Enzyme ist jedoch entscheidend, um in weiterer Folge neue Zusammenhänge zwischen Lipid- und Energiestoffwechsel und der Entstehung metabolischer Erkrankungen zu erkennen.

Plazentaforschung

Zentrum für Plazentaforschung

Viele Schwangerschaftskomplikationen können auf eine Störung der Plazentafunktion zurückgeführt werden. Das Doktoratsprogramm und Forschungsprojekt „Inflammatory Disorders in Pregnancy“, kurz DP-iDP, untersucht das Zusammenwirken von Schwangerschaft, Entzündung und Plazenta bei Erkrankungen der Mutter und des Fötus.

Dabei werden neue translatorische Methoden angewandt und auf eine enge verschränkte Zusammenarbeit von Grundlagenforscher*innen und Kliniker*innen gesetzt. Vor allem Erkrankungen wie Diabetes, Fettleibigkeit, Präeklampsie oder Wachstumsbeschränkung des Fötus treten mit multifaktoriellen entzündlichen Störungen der Plazenta auf. Die genaueren Hintergründe und Mechanismen sind jedoch weitgehend unbekannt und bilden daher in diesem Programm den Schwerpunkt der Forschung.

CD-Labor

Nichtinvasive Krebsfrüherkennung

Liquid Biopsy findet in der Krebsbehandlung einen vielfältigen Einsatz und wird zur laufenden Überwachung des Therapieverlaufes angewandt. Zudem gilt sie als vielversprechender Ansatz für die Krebsfrüherkennung mittels Untersuchung einer Blutprobe ohne Gewebebiopsien. Gemeinsam mit dem Unternehmenspartner Freenome Holdings und gefördert vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort wurde ein Christian Doppler Labor eingerichtet.

Für einen breiten Einsatz der Liquid Biopsy außerhalb von klinischen Studien und Forschungsprojekten müssen die Sensitivität und Genauigkeit bzw. der prädiktive und prognostische Wert der ctDNA in großen prospektiven Studien evaluiert werden.

LBI Lungengefäßforschung

Lungengefäßforschung

Lungenhochdruck ist eine heimtückische Krankheit mit einer hohen Dunkelziffer, da typische Krankheitszeichen fehlen und die Symptome unspezifisch und mannigfaltig sind. Eine Diagnose ist sehr aufwendig. Das Ludwig Boltzmann Institut für Lungengefäßerkrankung soll durch einfachere und schonendere Verfahren eine frühe Diagnose ermöglichen und wenn möglich mit nichtinvasiven Verfahren und durch gezielte Medikamentenentwicklung neue Standards setzen, um die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Der Forschungsschwerpunkt liegt auf den molekularen Mechanismen des Gefäßumbaus, der zur Entstehung der Krankheit führt, der Entwicklung maßgeschneiderter Therapien und der Früherkennung und Frühtherapie der Krankheit.

CBmed

Biomarkerforschung

Biomarker, das sind biologisch messbare Einheiten wie Enzyme, Hormone, Gene u. Ä., die ein frühzeitiges Erkennen und eine individuelle Therapie von Krankheiten möglich machen. Ganz neue Biomarkertypen ermöglichen auch völlig neue Behandlungswege – und daran wird am Kompetenzzentrum CBmed geforscht. Diese Erkenntnisse werden gemeinsam mit nationalen und internationalen Unternehmen in praktische Anwendungen umgesetzt.

Die Vision von CBmed ist es, bis 2030 das weltweit anerkannteste Zentrum für Biomarkerforschung in der personalisierten Medizin zu werden. Dies wird durch die Integration von Spitzentechnologien mit internationalem und interdisziplinärem Fachwissen in den Bereichen Krebs und kardiometabolische Gesundheit erreicht.

CAmed

Passgenaue Implantate

Mittels 3D-Druck ist es möglich, aus zuvor digital konstruierten Modellen innerhalb kürzester Zeit ein exaktes Bauteil in Händen zu halten. Diese innovativen Technologien sind auch in der Humanmedizin von großem Vorteil, wenn sie an die Anforderungen dieses hochsensiblen Bereiches angepasst worden sind. Es wird möglich sein, Körpermodelle beispielsweise als Operationsvorbereitung, Implantate oder Prothesen zum Einsatz direkt an Patient*innen oder auch exakt angepasste Werkzeuge einfach für individuelle Anwendungen „auszudrucken“.

Im Rahmen des COMET-K-Projekts „CAMed“ (Clinical Additive Manufacturing for Medical Applications) stellt sich ein interdisziplinäres Forschungskonsortium bestehend aus 20 internationalen Partner*innen aus Wissenschaft und Wirtschaft genau diesen Herausforderungen.

Innodia

Internationales Diabetes-Netzwerk

Rund zehn Prozent der gesamten Weltbevölkerung sind aktuellen Schätzungen zufolge von Diabetes betroffen. Kann die Bauchspeicheldrüse den Körper gar nicht oder nur unzureichend mit dem lebenswichtigen Insulin versorgen, spricht man von Diabetes mellitus Typ 1, wobei rund 17 Millionen Menschen weltweit an dieser Ausprägung des Diabetes leiden. Das internationale Forschungsnetzwerk INNODIA hat sich zum Ziel gesetzt, die Suche nach Therapieoptionen zur Vorbeugung und Heilung von Typ-1-Diabetes weiterzuentwickeln und auszubauen.

Die Med Uni Graz trägt mir ihrer Expertise maßgeblich zum Projekterfolg bei, zeugen doch aktuelle Entwicklungen wie die künstliche Bauchspeicheldrüse oder das GlucoTab, die App zum Diabetesmanagement, von der Innovationskraft der Grazer Stoffwechselexpert*innen.

Diamonds

Erkrankungen rasch erkennen

Symptome wie hohes Fieber und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl können Anzeichen für eine Vielzahl gefährlicher Entzündungs- und Infektionskrankheiten sein. Eine Reihe von Blutuntersuchungen, Punktionen, MRT-, CT- und andere Untersuchungen sind oft nötig, um eine Krankheit diagnostizieren zu können. Die Entwicklung eines Schnelltests aus dem Blut zur Diagnose schwerer Entzündungs- und Infektionskrankheiten ist das Ziel von Wissenschafter*innen im Forschungsprojekt „DIAMONDS“.

Der neue Test könnte die Zeit, um schwere Erkrankungen wie Lungenentzündung, Tuberkulose, Sepsis, Meningitis und Autoimmunerkrankungen zu erkennen, auf zwei Stunden verkürzen.
 

Instand-NGS4P

Einblick in die DNA

Die DNA-Sequenzierung hat die biologischen Wissenschaften revolutioniert, ist aus dem molekularbiologischen und gentechnischen Laborbetrieb nicht mehr wegzudenken und ermöglicht beispielsweise die Untersuchung genetisch bedingter Erkrankungen. Das „Next Generation Sequencing“ – kurz NGS – ist ein State-of-the-art-Verfahren zur DNA-Sequenzierung und bietet durch hochparallelen Einsatz die Möglichkeit der beschleunigten und kostengünstigen DNA-Sequenzierung.

Im Rahmen des EU-Projekts „Instand-NGS4P“ wird der Fokus auf die Weiterentwicklung der Gensequenzierung für deren effizienteren Einsatz in der Krebsdiagnostik für Patient*innen gelegt.

NanoPAT

Herstellung von Nanopartikeln

Von Nanopartikeln spricht man, wenn sich Atome oder Moleküle zu Verbünden zusammenfinden. Die Größe dieser Partikel liegt im Bereich von 1 bis 100 Nanometern (1 Nanometer = 1 milliardstel Meter). Nanopartikel begleiten uns tagtäglich und sind in den verschiedensten Produkten des täglichen Gebrauchs enthalten. So findet man sie beispielsweise in Kosmetikprodukten, Beschichtungen, Infusionen, Ersatznahrung u. v. m. Sie sind tausendfach kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares.

Im EU-Projekt "NanoPAT" beschäftigen sich Wissenschafter*innen damit, wie Qualität und Effizienz in der Herstellung von Nanopartikeln verbessert werden können. Die Wissenschafter*innen an der Med Uni Graz bringen ihre Expertise in Prozessanalysetechnologien in das Konsortium ein.