Otto Loewi Forschungszentrum

Forschungsschwerpunkt Stoffwechsel und Darm

Teamleiterin: Sandra Holasek

Fokus: Die Forschungseinheit „Nutrition and Metabolism“ greift das nutritive Assessment bei Essstörungen, psychischen Erkrankungen, Lebensmittelunverträglichkeiten und Athlet*innen mit unterschiedlichen Methoden zur Standardisierung von Ernährungsinterventionen, der Messung der Körperzusammensetzung, der Nährstoffaufnahme und entsprechender relevanter Metabolite mit dem Fokus der Adipozytenbiologie auf. Die Rolle von pflanzlichen Inhaltsstoffen im nutritiven Immunmetabolismus wird in dentritischen Zellen und T-Zellen translational untersucht. Ein weiterer Fokus ist der Einfluss von Nahrungsqualität und Darmmikrobiom auf das Immunsystem in Zusammenhang mit Essstörungen, Lifestyle, Körperfett und Lebensalter.

Vernetzung: Wir forschen teamübergreifend am Otto Loewi Forschungszentrum mit Herbert Strobl (DC Modelle) und Johannes Fessler (klinische Kollektive), Gunther Marsche (Lipid Metabolismus), Max Moser (Herzratenvariabilität), am Gottfried Schatz Zentrum mit Wolfram Müller (Körperfettanalytik), am Diagnostik- & Forschungszentrum für Molekulare BioMedizin mit Christine Moissl-Eichinger (Mikrobiomanalytik). Darüber hinaus laufen diverse interdisziplinäre Kooperationen mit Abteilungen der Psychiatrie, Labormedizin, dem Institut für Sportwissenschaften und dem Institut für Psychologie der Universität Graz und der Technischen Universität Graz, der FH Joanneum, der Universität Wien und internationalen Partner*innen.

Projekte

Immunmodulierende Aspekte Polyphenolreicher Lebensmittel in unterschiedlichen BMI-Gruppen (ESAN II)

  • Die Fettmasse steht im direkten Zusammenhang mit Entzündungsprozessen und der Diversität der Darmmikrobiota. Rezente Untersuchungen zeigen deutlich unterschiedliche Wirkorte von Polyphenolen entlang des Verdauungstraktes und die postbiotische Relevanz. Dunkles Beerenobst mit hohen Polyphenol- und geringen Glukoseanteilen steht im Fokus des Projektes. Neben einer humanen Interventionsstudie werden Wirkmechanismen an Zellmodellen u.a. im Kontext der Differenzierung regulatorischen T-Zellen translational untersucht.
  • Projektdauer: 2019-2022
  • Gefördert durch: Landwirtschaftskammer Steiermark, MEFO
  • Projektpartner*innen: Herbert Strobl (Immunologie und Pathophysiologie), Sabrina Mörkl (Univ. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin), Christine Moissl-Eichinger (Diagnostic and Research Institute of Hygiene, Microbiology and Environmental Medicine)

Eisenmangel bei Athletinnen und Depression (OLEOvital-Studie)

  • Athletinnen haben ein erhöhtes Eisenmangel-Risiko. Ernährungsdaten fehlen und nutritiver Eisenmangel (nEM) kann chronisch zu immunologischen und neuronalen Störungen führen. Ein nEM wird primär durch orale Supplemente therapiert. Depressive Symptome können durch Eisensupplemente vor der Normalisierung des Blutbildes verbessert werden. Dies scheint durch verbesserte Neurotransmitterspiegel erklärbar zu sein. Die Ergebnisse dieses Projektes sind entscheidend für die Planung von Folgestudien bei Athletinnen und Depressiven mit häufigen ernährungs- und durch Flüssigkeitsverlust bedingtem nEM.
  • Projektdauer: 2019-2021
  • Gefördert durch: Fresenius Kabi
  • Projektpartner*innen: Herbert Strobl (Immunologie und Pathophysiologie), Sabrina Mörkl (Univ. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin)  

 

Lebensmittelintoleranzen und Polyaminstoffwechsel

  • Symptomclusteranalysen bei Lebensmittelintoleranzen zeigen Ähnlichkeiten, die auch mit den Ergebnissen der Belastungstests in Beziehung gesetzt werden. Die Beschwerden bei Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität (NZWS) sind sehr vergleichbar mit denen bei Histaminintoleranz. Die Durchlässigkeit der Darmmembran und daraus sich ergebenden immunologischen Reaktionen werden durch diverse Ernährungsfaktoren beeinflusst. Die Sinnhaftigkeit einer Glutenfreien Ernährung wird mit dem damit oft einhergehenden Fehlen an Ballaststoffen und Polyaminen untersucht. Letztere sind unter anderem an der Expression von Adhärenz-Verbindungen, Adherence Junctions (AJs) beteiligt.
  • Projektdauer: 2019-2023
  • Gefördert durch: Med Uni Graz
  • Projektpartner: Johannes Fessler (Immunologie und Pathophysiologie), Wolfgang Schnedl (Center of metabolic diseases Bruck/Mur)

 

 

 

Lehrstuhl für Pathophysiologie und Immunologie

Assoz.-Prof.in Priv.-Doz.in Mag.a Dr.in
Sandra Johanna Holasek 
T: +43 316 385 71153

Team

Mitarbeiter*innen