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Medizinische Universität Graz

Faculty des neuen Doktoratsprogrammes

International: Neues Programm

FWF-Förderung für neues internationales Doktoratsprogramm: "Entzündliche Erkrankungen in der Schwangerschaft"

Schwangerschaft: Internationale Expertise


Die hervorragende Ausbildung von NachwuchswissenschafterInnen zählt zu den wesentlichsten Voraussetzungen einer leistungsfähigen Wissenschaft. Das Pilotprogramm doc.funds des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) ist ein neues kompetitives Förderungsinstrument zum Ausbau exzellenter, an internationalen Standards orientierter, strukturierter Doktoratsausbildung.


Die erste Ausschreibung stieß auf sehr hohes Interesse, 56 der eingereichten Projekte wurden zur Einreichung eines Vollantrages eingeladen von denen 44 begutachtet wurden. Auf Basis der schriftlichen Begutachtung durch internationale ExpertInnen wurden 16 Konsortien zu einem Hearing Ende November vor der doc.funds-Jury eingeladen.


Die doc.funds-Jury setzte sich aus zwölf renommierten Wissenschafterinnen und Wissenschaftern aus dem europäischen und außereuropäischen Ausland zusammen, um eine bestmögliche Objektivierung der Entscheidung sicherzustellen. Die Mitglieder der doc.funds-Jury sind in den Bereichen Biochemie, Molekularbiologie, Immunologie, Genetik, Epigenetik, Physik, Chemie, Mathematik, Ingenieurswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Philosophie, Politikwissenschaften, Geschichtswissenschaften und künstlerische Forschung tätig. Die Vorsitzführung lag bei Rick Rylance, Director of the School of Advanced Study and Pro-Vice Chancellor for Research, University of London.


Auf Basis der Hearings sowie der internationalen Fachgutachten hat die doc.funds-Jury in ihrer Sitzung vom 24.11.2017 einen Entscheidungsvorschlag an das FWF-Kuratorium erstellt. Dieser wurde in der 66. Kuratoriumssitzung bestätigt und damit die Förderung von sieben Projekten beschlossen. Das einzige mit ca. EUR 1,8 Mio. geförderte Projekt in der Steiermark ergeht an die Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Medizinische Universität Graz und beschäftigt sich mit entzündlichen pathophysiologischen Erkrankungen in der Schwangerschaft.


Laut neuesten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation sind heute bereits ca. 20% der Weltbevölkerung an Fettleibigkeit oder an Typ 2 Diabetes erkrankt. Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt stetig zu. Diese Gruppe der metabolisch entzündlichen Erkrankungen beeinflussen nicht nur die Schwangerschaft, sondern können sich auch auf die Gesundheit von Mutter und Kind direkt auswirken. Für diese Personen besteht ein erhöhtes Risiko, im späteren Leben, an Störungen des Stoffwechsels zu erkranken. Daher ist es wichtig, jene Mechanismen, die sich negativ oder positiv auf das Ungeborene auswirken zu untersuchen und zu verstehen. Die zum großen Teil noch unbekannten dahinter ablaufenden Mechanismen beeinflussen sowohl die Mutter, den Mutterkuchen (Plazenta), als auch das Ungeborene. Die Bearbeitung dieser komplexen Forschungsfragen erfordert das Zusammenwirken eines multidisziplinär und translational wirkenden Forschungsteams, das sich nun an der Medizinischen Universität Graz unter der Leitung von Assoz.-Prof. PD Mag. Dr. Christian Wadsack zu diesem Schwerpunkt neu gegründet hat, um die kausalen Zusammenhänge zu verstehen und daraus neue Therapiemöglichkeiten abzuleiten.

http://www.inflammation-in-pregnancy.at/

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