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Eine Gruppe aelterer Menschen

Jubiläum: Older Persons

30 Jahre "International Day of Older Persons" - Beiträge älterer Menschen im Fokus der Gesellschaft

Internationaler Tag der älteren Menschen

Seit nunmehr 30 Jahren wird am 1. Oktober der internationale Tag der älteren Menschen (International Day of Older Persons) begangen. Dieser von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Tag soll die wichtigen Beiträge ältere Menschen zur Gesellschaft hervorheben und das Bewusstsein für Chancen und Herausforderungen des Alterns in der heutigen Zeit schärfen.


Gleichzeitig startete die WHO in diesem Jahr das Jahrzehnt des gesunden Alterns (Decade of Healthy Ageing) und 2020 ist auch das Jahr der Pflegenden und Hebammen (Year of the Nurse and the Midwife 2020).

Anteil der älteren Bevölkerung steigt

Es wird in Zukunft mehr ältere Menschen geben als jemals zuvor in der Geschichte. Da der demografische Wandel, der mit einer Zunahme chronischer und degenerativer Erkrankungen sowie einer höheren Pflegebedürftigkeit einhergehen wird, sind die Gesundheitsprofessionen besonders gefordert. Aus diesem Grund widmet sich das Institut für Pflegewissenschaft in seinen Forschungen seit vielen Jahren verstärkt dem Thema Alter und Altern.


Daher möchte das Institut für Pflegewissenschaft der Med Uni Graz heute am internationalen Tag der älteren Menschen darauf aufmerksam machen, dass das Thema Alter(n) und damit in Verbindung stehende Aspekte (Forschungs-) Schwerpunkte am Institut sind. Neben Themen wie Demenz, Pflegeabhängigkeit und end of life care werden beispielsweise (neue) Technologien wie z.B. Roboter zur Unterstützung betagter Menschen mit- und weiterentwickelt und getestet. Verschiedene Fragestellungen zu Mangelernährung, Sturz und Inkontinenz werden ebenfalls in verschiedenen Studien erforscht.

Aktuelle Untersuchungen sollen Einstellung zum Alter zeigen

Aktuell wird untersucht, welche Altersbilder bzw. welche Einstellungen zu Alter vorherrschen. Dies ist ein Aspekt, den eine Gesellschaft gut kennen sollte um ein gelingendes Miteinander zu ermöglichen und potentielle Altersdiskriminierung vorbeugen zu können. Aus der bisherigen wissenschaftlichen Literatur ist bekannt, dass negative Bilder oder Einstellungen von Alter(n) bzw. Hochaltrigkeit sowohl das gesellschaftliche Leben als auch die Pflege bzw. Pflegebeziehungen negativ beeinflussen können. Die Analyse von Altersbildern unterschiedlicher Personengruppen, ist daher auch ein Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit des Instituts.


Das Institut für Pflegewissenschaft auch Teil der Age and Care Research Group Graz, die sich mit Fragen rund um den demografischen Wandel, Gesundheitschancen im Alter und das „gute Leben“ bis zum Lebensende auf Basis inter- und transdisziplinärer, interfakultärer und interuniversitärer Zusammenarbeit beschäftigt. ForscherInnen und Lehrende aller vier Grazer Universitäten arbeiten gemeinsam daran, gegenwärtige Probleme zu analysieren und tragfähige Lösungen zu erarbeiten, um aktuellen und zukünftigen Herausforderungen besser begegnen und einer gesellschaftlichen Spaltung entgegenwirken zu können.

COVID-19 Pandemie im Fokus der Wissenschaft

Ganz aktuell steht auch das Thema COVID-19 im Fokus. So wurde in den letzten Wochen neben anderen Studien zur Thematik eine Interviewstudie zu Anforderungen von Pflegekräften in Pflegeheimen während der COVID-19 Pandemie durchgeführt. Ergebnisse zeigen, dass mehr als 75% der Pflegepersonen in Pflegeheimen eine Schulung im Umgang mit Schutzausrüstungen hatte, aber für weniger als 50% der Pflegepersonen in Pflegeheimen ausreichend Mund-Nasen-Schutz zu Beginn der Pandemie zur Verfügung standen. Pflegepersonen hielten sich an die Abstandsregeln und beobachteten sich selbst hinsichtlich COVID-19 Symptomen. Jede 8. Pflegekraft in Pflegeheimen gab an sehr viel Stress in den vergangenen Monaten gehabt zu haben.

Forschung zum Alter(n) am Institut für Pflegewissenschaft

Das Institut für Pflegewissenschaft wird auch weiterhin zum Themenfeld Alter(n) forschen und lehren umso u.a. die besonderen Gesundheitsbedürfnisse älterer Menschen zu verstehen und entsprechend eingehen zu können, Fragen aus der Pflegepraxis zu bearbeiten und bei Problemen (wissenschaftliche) Lösungen zu finden. Ebenfalls möchten die Mitarbeiter*innen dazu beitragen, das Bewusstsein und die Wertschätzung für die Rolle des Gesundheitspersonals (unter besonderer Berücksichtigung des Pflegeberufs) bei der Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit älterer Menschen zu erhöhen. Daher sind alle Interessierten herzlich eingeladen sich über Lehre und Forschung am Institut zu informieren.

Weiterführende Informationen

https://www.un.org/development/desa/ageing/international-day-of-older-persons-homepage/2020unidop.html 

https://www.un.org/development/desa/ageing/wp-content/uploads/sites/24/2020/09/UNIDOP-Program-Flyer_ed9.15.20.pdf

https://www.who.int/campaigns/year-of-the-nurse-and-the-midwife-2020 

https://www.who.int/initiatives/decade-of-healthy-ageing

https://pflegewissenschaft.medunigraz.at/institut/

https://ageandcare.uni-graz.at/de/

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