Nachhaltig leben. lernen. forschen

Tertiale

1. Tertial

Absolvierung

  • Entweder 16 Wochen durchgehend allgemein chirurgische Fächer oder als Kombination
  • ZUERST 8 Wochen allgemein chirurgische Fächer und ANSCHLIESSEND 8 Wochen perioperative Fächer
Allgemeine Chirurgie (16 Wochen oder 8 Wochen)

Falls 8 Wochen gewählt werden, so müssen diese 8 Wochen im ersten 8-Wochen-Block abolviert werden:

  • Chirurgie (Schwerpunkt Allgemeinchirurgie)
  • Orthopädie und Trauma
  • Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Urologie
Spezielle Chirurgie/Perioperative Fächer (Optional für zweiten 8-Wochen-Block wählbar)
  • Augenheilkunde und Optometrie
  • Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
  • Haut- und Geschlechtskrankheiten
  • Neurochirurgie
  • Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  • Anästhesie und Intensivmedizin
  • Thoraxchirurgie
  • Allgemeinchirurgie und Gefäßchirurgie
  • Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie
  • Herzchirurgie
  • Allgemeine und Viszeralchirurgie (inklusive Transplantationschirurgie)

Ziele

Im Rahmen des chirurgischen Tertials sollen vor allem Basischirurgische Fertigkeiten und Fähigkeiten erworben und gefestigt werden. Dabei handelt es sich teilweise um Tätigkeiten, die bereits vor dem Eintritt ins KPJ des Öfteren an Modellen geübt worden sind. Diese sollen von den Studierenden selbstständig und in möglichst großer Eigenverantwortung an PatientInnen ausgeführt werden. Dies soll den Studierenden die Möglichkeit geben, jene Skills, die sie sofort nach ihrer Sponsion als JungmedizinerInnen an PatientInnen durchführen werden müssen, nochmals zu festigen und damit Sicherheit bei diesen Basistätigkeiten zu erreichen. Damit sollen sie optimal auf den bevorstehenden Einstieg in das Berufsleben als Ärztin oder Arzt vorbereitet werden.

2. Tertial

Absolvierung

  • Entweder 16 Wochen durchgehend Innere Medizin oder als Kombination
  • ZUERST 8 Wochen Innere Medizin und ANSCHLIESSEND 8 Wochen Spezialabteilungen ohne allgemein internistischen Charakter oder Neurologie

Das Tertial 2 kann an allen Lehrkrankenhäusern der Med Uni Graz absolviert werden, die zur Ausbildung in Innerer Medizin berechtigt sind, und umfasst durchgehend 16 Wochen. Spezialabteilungen ohne allgemein internistischen Aspekt und Neurologie können dabei nur im zweiten 8-Wochenblock herangezogen werden. Diese Abteilungen sind in MEDonline entsprechend gekennzeichnet ("nur 2. 8- Wochenblock")!

Ziele

Im Rahmen des 2. Tertials soll auf dem Boden vorhandener Basiskenntnisse über Innere Medizin und Neurologie das Denken und Handeln im biopsychosozialen Modell vertieft werden. Komplexe PatientInn​enbilder sollen analysiert werden. Die jeweiligen Differentialdiagnosen, der daraus resultierende Abklärungsgang und die evidenzbasierte Therapie sollen erarbeitet werden. Als Assessment- und Feedback-Instrument dienen die strukturierten Fallberichte, die von den Studierenden bearbeitet werden und zum Steuern des Lernerfolges beitragen. Das Krankheitsverständnis soll sich an der Balance zwischen akuten gesundheitlichen Problemen und deren langfristigen Konsequenzen im „chronic care management“ orientieren. Wichtig wird auch die professionelle Haltung gegenüber PatientInnen verschiedenen Geschlechtes, Herkunft und Religionen sein. Psychosomatische Konstellationen sollen ebenso erkannt werden wie psychiatrische Komorbiditäten, damit eine entsprechende Einbeziehung der Spezialisten die Behandlung holistischer zu gestalten hilft und den therapeutischen Erfolg verbessert sowie die gesundheitsbezogene Lebensqualität der PatientInnen steigert. Die Kompetenz in der medizinischen Kommunikation soll weiter gestärkt und das Interesse, den Menschen ganzheitlicher zu erfassen, geweckt bzw. vertieft werden. Damit soll die Grundlage geschaffen werden, dass die Studierenden in ihrem Berufsleben das biopsychosoziale Modell auch umzusetzen.

3. Tertial

Absolvierung

  • Abteilungen der Kinder- und Jugendheilkunde sowie
  • der Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie
  • dauert 4 Wochen

Ziele

Im Rahmen des 3. Tertials des KPJ festigen Sie die Fertigkeiten und Fähigkeiten in der Kinder- und Jugendheilkunde vorgesehen. Unter Anleitung sollen die Studierenden als Teammitglieder die ärztlichen Tätigkeiten, die zum Teil bereits vor dem Eintritt ins KPJ an Modellen geübt worden sind, erlernen und selbstständig und in möglichst großer Eigenverantwortung an PatientInnen ausführen. Dies soll den Studierenden die Möglichkeit geben, jene Tätigkeiten, die sie sofort nach ihrer Sponsion als JungmedizinerInnen an PatientInnen durchführen werden müssen, zu festigen und damit Sicherheit in diesen Basistätigkeiten zu erreichen. Damit sollen sie optimal auf den bevorstehenden Einstieg in das Berufsleben als Ärztin oder Arzt vorbereitet werden.

Absolvierung

  • an allen psychiatrischen Lehrkrankenhäusern der Med Uni Graz
  • dauert 4 Wochen

Ziele

Im Rahmen des psychiatrischen Blockes im 3. Tertial soll auf vorhandenen Basiskenntnissen über das biopsychosoziale Modell das Verständnis für psychische Erkrankungen erhöht und die Bereitschaft, psychiatrisch diagnostisch und therapeutisch tätig zu werden, geweckt werden. Kenntnisse der typischen psychiatrischen Komorbiditäten bei PatientInnen mit organischen Krankheiten tragen dazu bei, die Behandlung holistischer zu gestalten, den therapeutischen Erfolg zu verbessern und die gesundheitsbezogene Lebensqualität der PatientInnen zu steigern. Die Kompetenz in der medizinischen Kommunikation soll weiter entwickelt und das Interesse, den Menschen ganzheitlicher zu erfassen, geweckt bzw. vertieft werden. Damit soll die Grundlage geschaffen werden, dass die Studierenden eventuelle Berührungsängste abbauen und ihre so erworbenen Kompetenzen im späteren Berufsleben umsetzen können.

Absolvierung

  • in allen klinischen Abteilungen und Instituten, die Fachärztinnen/Fachärzte ausbilden
  • in einer universitären Lehrordination für Allgemeinmedizin, Voraussetzung: positive Absolvierung des Pflichtfaches Allgemeinmedizin
  • dauert 4 Wochen

Beurteilung und Anwesenheit

Für die positive Absolvierung des Tertials müssen zu Beginn ein Einführungs-, in der Mitte des Praktikums ein Midterm- und am Ende des Tertials ein Abschluss-Gespräch dokumentiert werden. Die Vorlagen dazu sind im Logbuch enthalten.
Es werden keine Fallberichte und MiniCex/DOPS eingefordert.
Die Anwesenheit von 140 Stunden muss im entsprechenden Formular des Logbuchs erbracht werden. ​

Absolvierung

  • an allen zertifizierten Lehrordinationen der Med Uni Graz
  • dauert 4 Wochen

Nach erfolgreicher Anmeldung via MEDonline durch die Studierenden bei den entsprechenden Lehrordinationen sind diese dazu aufgefordert sofort Kontakt mit ihrer Lehrordination aufzunehmen.

Der Leistungsnachweis der Studierenden erfolgt durch die LehrordinationleiterIn wie im allgemeinen Logbuchteil beschrieben mittels Mini-CEX, DOPS und Fallberichten. Insgesamt müssen während der 4 Wochen 4 Leistungsnachweise (einmal wöchentlich) absolviert werden (2 Fallberichte; 1 Mini-CEX und 1 DOPS). Die DOPS- und Mini-CEX- Themen werden aus den definierten Skills gewählt. Die Dokumentation erfolgt im Logbuch.

Zertifizierte Lehrordinationen der Med Uni Graz

WICHTIG: Bitte beachten Sie, welche Lehrordinationen in den jeweiligen Zeiträumen auch tatsächlich zur Verfügung stehen!
Die aktuell anbietenden Lehrordinationen in den jeweiligen Zeiträumen finden Sie in MEDonline direkt bei der Lehrveranstaltung.

Merkmale der Allgemeinmedizin als Fachdisziplin

entsprechend der Europäischen Definition der Allgemeinmedizin (Wonca Europe 2004)

  • Erster medizinischer Kontaktpunkt im Gesundheitssystem („primary care“)
  • Effiziente Nutzung der Ressourcen des Gesundheitssystems durch Koordinierung
  • Personenbezogener Ansatz („person-centred“)
  • Effektive Kommunikation zwischen Ärztin/Arzt und PatientIn
  • Langzeitbetreuung („longitudinal care“)
  • Spezifischer problemorientierter Entscheidungsfindungsprozess
  • Gleichzeitiges Management akuter und chronischer Gesundheitsprobleme
  • Konfrontation mit Frühstadien von Erkrankungen, die möglicherweise dringende Intervention erfordern („abwendbar gefährlicher Verlauf“)
  • Angemessene Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden
  • Spezifische Verantwortung auch für Gesundheit im öffentlichen Bereich
  • Erfassung von Gesundheitsproblemen in ihren physischen, psychologischen, sozialen, kulturellen und existentiellen Dimensionen.

Daraus verdichtet ergeben sich 6 Kernkompetenzen:

  • Erfüllung der Primärversorgungsaufgaben
  • Personenbezogene Betreuung
  • Spezifische Problemlösungsfertigkeiten
  • Umfassender Ansatz
  • Gemeinschaftsorientierung
  • Gesundheitsversorgung

Die Studierenden werden mit den Anforderungen der angewandten (praktischen) Medizin im Lebensumfeld lokaler Bevölkerungsgruppen und Individuen konfrontiert.

Der generalistische Ansatz und die damit verbundenen besonderen Problemstellungen und Lösungsstrategien werden anhand von Beispielen verständlich gemacht.

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