Lipidhydrolyse

Fettsäuren und unverestertes Cholesterin können durch die Wirkung intrazellulärer Lipasen aus zytosolischen Lipidtröpfchen und Lysosomen freigesetzt werden. Bislang ist die lysosomale saure Lipase (LAL) als einziges Enzym bekannt, das bei saurem pH Neutrallipide spalten kann. Dadurch akkumulieren Menschen und Mäuse mit LAL Defizienz massiv Lipide in Lysosomen verschiedener Zellen und Organe. In diesem Projekt soll geklärt werden, ob und wie die LAL-Aktivität in Fett-, Leber-, Darmzellen und Makrophagen am komplexen pathologischen Phänotyp der LAL Defizienz beteiligt ist. Die Forschungsgruppe verwendet globale und gewebsspezifische Mäuse mit LAL Mangel, um zellspezifische Funktionen von LAL aufzuklären. PP05 untersucht, warum Mäuse, denen die LAL fehlt, ihr Fettgewebe verlieren, warum ein Fehlen der LAL in Leberzellen vor ernährungsbedingter Fettleibigkeit schützt und welche Zellen (Darmzellen oder Makrophagen) für die lysosomale Lipidakkumulation im Dünndarm verantwortlich sind. Ein weiteres Ziel von PP05 ist die Identifizierung weiterer Lipidhydrolasen im Lysosom.

Principal Investigator

Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in
Dagmar Kratky  
T: +43 316 385 71965

Team

Mitarbeiter*innen

  • Alena Akhmetshina, PhD Studentin, Rolle der LAL in Funktion und Stoffwechsel des Skelettmuskels (assoziiert; DK-MCD)
  • Valentina Bianco, PhD Studentin, Konsequenzen von LAL Defizienz auf den Fettstoffwechsel des Darms (assoziiert; DK-MCD)
  • Ivan Bradic, PhD Student, Wechselspiel der lysosomalen Lipidspaltung in Leber und Fettgewebe (assoziiert; DK-MCD)
  • Melanie Korbelius, Post Doc, Lipidhydrolasen im Darm
  • Nemanja Vujic, Post Doc, Lipidhydrolasen in Makrophagen