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Verleihung des Staatspreises für exzellente Lehre

Auszeichnung: Exzellente Lehre

Ars Docendi Staatspreis 2020 für die Lehre an der Med Uni Graz: „Vom Symptom zur Diagnose“

Klinische Diagnose im Fokus

Einmal mehr wurde gestern ein innovatives Lehrveranstaltungsformat an der Med Uni Graz mit dem "Ars Docendi", dem Staatspreis für exzellente Lehre, ausgezeichnet. Die Lehrveranstaltung "Vom Symptom zur Diagnose - das interaktive Wahlfach zur Verbesserung der klinischen Ausbildung von JungmedizinerInnen" ist eine von Studierenden für Studierende abgehaltene Lehrveranstaltung zur Vertiefung klinisch anwendbarer diagnostischer Fertigkeiten.

Lehrende/Alumni der Med Uni Graz gewinnen "Ars Docendi"

155 Projekte haben sich heuer für den mit jeweils EUR 7.000,00 dotierten "Ars Docendi" beworben, der 2020 zum achten Mal vergeben wurde. Somit gab es heuer einen Rekord an Einreichungen. Die Verantwortlichen für das Projekt - Abakar Magomedov, Adrian Stelzl, Alex Zaufel, Alexander Rosenkranz, Aryan Aliabadi, Christian Haider, Egger Matthias, Florian Moik, Florian Schmalzer, Florian Wenzl, Gregor Mayer, Hasibullah Ehsas, Jakob Riedl, Maximilian Christian Köller, Nikolaus Schreiber, Peter Fickert, Samy Mady, Simon Kraler, Stefan Weikl, Victor Scheu - holten den Preis in der Kategorie "Qualitätsverbesserung von Lehre und Studierbarkeit". Bereits zum dritten Mal konnten damit Studierende, Lehrende bzw. Alumni der Med Uni Graz den "Ars Docendi" für ihre innovativen Lehrveranstaltungsformate gewinnen.


Das neuartige Konzept dieser Lehrveranstaltung wurde 2015 von engagierten Studierenden der Med Uni Graz aus der intrinsischen Motivation erarbeitet, sich über das reguläre Studienangebot hinaus zu engagieren und aktiv an der Gestaltung des Lehrangebots mitzuwirken. Die Lehrveranstaltung wurde von Abakar Magomedov, Gregor Mayer und Florian Schmalzer gegründet, noch im selben Jahr mit tatkräftiger Unterstützung von Univ.-Prof. Dr. Alexander Rosenkranz, Klinische Abteilung für Nephrologie, Med Uni Graz als Wahlfach in das Curriculum des Diplomstudiums Humanmedizin implementiert und durch zahlreiche Fallpräsentationen von Univ.-Prof. Dr. Peter Fickert, Klinische Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie, Med Uni Graz bereichert. Aufgrund des regen Interesses sowie international erzielter Erfolge wurde das Konzept bereits um Gastvorträge, einen nationalen Diagnostik-Wettbewerb sowie Kongressbeiträge mit interaktiven Diagnostikworkshops erweitert.

Interaktives „Peer-to-peer Teaching“

In einem Zeitalter hochspezialisierter Medizin, haben es sich die Initiatoren zum Ziel gesetzt durch interaktives „Problem-based Learning“ klinisch anwendbare diagnostische Fertigkeiten zu lehren. Dabei basiert das Lehrkonzept auf dem Prinzip „von Studierenden für Studierende“, wobei aktive Studierende sowie Jungabsolventen die personelle Basis dieses Lehrkonzepts bilden. Da sich engagierte Studierende aktiv an der Konzeption sowie Umsetzung der Lehrveranstaltung beteiligen können, entsteht ein interaktiver Raum, welcher das Erlernen von fächerübergreifendem Wissen trotz heterogener Studierendenschaft erlaubt. Kompetenzprofile orientieren sich dabei an international etablierten diagnostischen Skills, wobei ein Fokus auf die Herstellung des klinischen Konnexes gelegt wird.


Den Inhalt dieser wöchentlich stattfindenden Lehrveranstaltung bilden (inter-)national diskutierte klinische Fälle sowie Befunde, wobei renommierte klinische Journals als Quelle herangezogen werden. Die zur Anwendung kommenden diagnostischen Leitfäden werden dabei auf Basis klinischer Erfahrungen sowie international etablierter Modelle interaktiv diskutiert, wobei dies stets unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Studienfortschritts teilnehmender Studierender erfolgt. Das Repertoire dieser Lehrveranstaltung wird um die Expertise renommierter GastprofessorInnen ergänzt, wobei die Konfrontation mit Neuem den Blick über den Tellerrand fordert und fördert.

Weitere Informationen:

Publizierte Details zum Projekt
Diagnostikwettbewerb an der Med Uni Graz

 

Fotonachweis: bmbwf/lusser

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