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Forschung: Ausgezeichnete Medizintechnik

Verleihung der Forschungspreise für „HTI – Human-Technology-Interface“ von Land Steiermark

Feierliche Überreichung der Forschungspreise für „HTI – Human-Technology-Interface“ von Land Steiermark in der Grazer Stadthalle  

 

Das Land Steiermark vergibt jährlich einen Forschungspreis für herausragende Abschlussarbeiten im Bereich der Medizintechnik. In diesem Jahr gingen gleich mehrere ausgezeichnete Leistungen aus Kooperationen mit der Med Uni Graz hervor.  

So durfte der Forschungsrat in der Kategorie „Nachwuchsförderung“ einem Absolventen der Technischen Physik für seine interuniversitäre Arbeit „Methode zur Vermeidung von Datenverlusten bei der 4D-Computer Tomographie in der Anwendung für die Strahlentherapie" gratulieren. DI Martin Kupper, BSc fand einen Weg, Lungentumore auch bei unregelmäßiger Atmung zu lokalisieren. Zu diesem Ergebnis kam er im Rahmen seiner Masterarbeit, die er am Institut für Materialphysik der TU Graz in Kooperation mit der Universitätsklinik für Strahlentherapie-Radioonkologie der Med Uni Graz verfasst hat. Damit leistet er in seiner hervorragenden Forschungsarbeit einen wichtigen Beitrag für die Untersuchung von KrebspatientInnen, denn sein Verfahren ermöglicht es, die Unregelmäßigkeiten beim Atmen zu korrigieren. Nicht nur die Ortung des Tumors wird dadurch erleichtert, auch eine wiederholte Computertomographie wird dadurch vermieden. Dr.in Mag.a Brigitte Zurl betreute die Untersuchungen des Nachwuchsforschers an der Med Uni Graz.  

Weitere Forschungsarbeiten, die in der Grazer Stadthalle ausgezeichnet wurden, entstanden ebenfalls aus der Zusammenarbeit mit der Med Uni Graz.  So konnte DI Dr. Martin Hajnsek mit der Arbeit „SPIDIMAN - Single-Port Insulin Infusion for Improved Diabetes Management" den Preis in der Kategorie „Wirtschaftliche Anwendungen“ gewinnen. Diese ist im Rahmen eines Projekts des Joanneum Research Health Instituts für Biomedizin und Gesundheitswissenschaften entstanden, dabei geht es um ein System für DiabetespatientInnen, welches in einem Schritt ein Glukosemonitoring und die Insulinzufuhr über einen Single-Port ermöglicht.  

Ein Projektteam des Instituts für Health Care Engineering mit Europaprüfstelle für Medizinprodukte an der TU Graz, welches ebenfalls in der Kategorie „Wirtschaftliche Anwendungen“ gewann, beschäftigte sich mit der  „Entwicklung eines Lokomotionsgerätes für Kleinkinder". Bei diesem Projekt geht es um die Entwicklung eines Gerätes, welches die motorischen Fähigkeiten von Kleinkindern mit neurologischen Defiziten verbessern soll, damit diese junge PatientInnengruppe so früh wie möglich das Gehen lernen kann.  

In der Kategorie „Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und Künste“ durfte dem Projektteam des Instituts für Elektronische Musik und Akustik der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz gratuliert werden. Der Beitrag „Akustisches Interface zur Tremoranalyse“ richtet sich an PatientInnen mit der komplexen Bewegungsstörung Tremor. Mit dem akustischen Interface können die Eigenschaften der Erkrankung hörbar und damit in der Neurologie leichter analysierbar gemacht werden.    

 

Wir gratulieren allen GewinnerInnen des Abends sehr herzlich!   

 

Einige Impressionen

 

 

 

 

 

Fotonachweis: Quelle  Land Steiermark © Klug

 

 

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