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Medizinische Universität Graz

Zeitschriftenstapel und Brille

Nachlese: Forum Alpbach

Christine Moissl-Eichinger leitete ein Seminar über das Mikrobiom und berichtet über ihre positiven Erfahrungen.

Mikrobiom beim Europäischen Forum Alpbach


Bereits seit 1945 treffen sich TeilnehmerInnen aus aller Welt im Tiroler Bergdorf Alpbach zum „Europäischen Forum Alpbach“ um gemeinsam aktuelle Themen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu diskutieren. Diesmal gehörte auch das Thema „Mikrobiom“ dazu, welches in zwei Seminaren bearbeitet wurde.


Eines der beiden Seminare zum Mikrobiom wurde von Univ.-Prof.in Dr.in Christine Moissl-Eichinger, Professorin für interaktive Mikrobiomforschung an der Med Uni Graz, in Kooperation mit Dr. Gerhard Kminek, European Space Agency, geleitet. Das Thema lautete “Microbiome diversity vs. microbiological control” und stellte notwendige mikrobielle Kontrolle der mikrobiellen Diversität gegenüber.


Dabei wurden das menschliche Mikrobiom, die Mikroorganismen der Biosphäre, die Mikroben in Krankenhausumgebungen und ihre Rolle bei Infektionen, sowie die mögliche Kontamination von Raumfahrt-Zielen an insgesamt sechs Seminartagen besprochen. Gäste waren dabei Prof. Mika Salminen, Department for Health Security, National Institute for Health and Welfare (THL), Finnland und Dr. Astrid Mayr, Sektion Hygiene und Medizinische Mikrobiologie, Medizinische Universität Innsbruck, die über aktuelle Probleme in Global Health und Krankenhaushygiene referierten.


Ihre Eindrücke und Erfahrungen in Alpbach beschreibt Christine Moissl Eichinger so:


Insgesamt war die Organisation rund um das Europäische Forum Alpbach großartig und es gab beispielsweise auch Kinderbetreuungsangebote, welche auf die Themen der Seminarwoche zugeschnitten waren. Als Seminarleiterin habe ich mir viele neue Erfahrungen mitgenommen, wie Lehre interaktiver gestaltet werden kann. Das extrem motivierte Auditorium hatte große Lust über den Tellerrand zu blicken und beteiligte sich aktiv am Seminar und stellte viele Fragen. Überraschend war auch zu sehen, dass allgemein noch sehr wenig Wissen über das Mikrobiom bzw. die Welt der Mikroorganismen vorhanden ist. So löste die gemeinsame Beprobung der mikrobiellen Diversität in der Umgebung großes Erstaunen aus. Für die Gestaltung der Lehre lässt sich einiges aus dieser positiven Erfahrung mitnehmen und das Thema Mikrobiom sollte stärker in die schulische als auch universitäre Lehre eingebunden werden.


Abschließend möchte Christine Moissl-Eichinger allen Interessierten folgenden Rat mitgeben: „Wenn man die Möglichkeit hat in Alpbach dabei zu sein: Nicht zögern, unbedingt für ein Stipendium bewerben! Als Seminarleiter wir man eingeladen (und das normalerweise auch nur einmal!) und kann sich nicht bewerben. Ich fand es eine großartige Erfahrung!“

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