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Medizinische Universität Graz

Buehne in der Aula am MED CAMPUS Graz

QM: Internationale Tagung

Qualitäts- und Wissensmanagement an Hochschulen - zwei Perspektiven? - ExpertInnen trafen sich am MED CAMPUS Graz.

Qualitäts- und Wissensmanagement an Hochschulen


Kürzlich fand auf Einladung von Medizinischer Universität Graz, Kunstuniversität Graz und Technischer Universität Graz die 5. Internationale Tagung für Qualitätsmanagement und Qualitätsentwicklung im Hochschulbereich am MED CAMPUS Graz statt. Unter dem Motto: „Qualitäts- und Wissensmanagement an Hochschulen – zwei Perspektiven?“ trafen sich rund 150 Expertinnen und Experten aus dem Bereich Qualitäts- und Wissensmanagement zum gemeinsamen Austausch. Nach der Begrüßung durch Sabine Vogl, Leiterin der Stabsstelle Qualitäts- und Wissensmanagement der Med Uni Graz, begrüßte Rektor Hellmut Samonigg die Gäste und gab einen kurzen Einblick, welche wichtige Rolle der Bereich Qualitäts- und Wissensmanagement im Hochschulbereich und konkret an der Med Uni Graz spielt. Die anschließende Keynote von Werner Schachner, Managementberater und Business Excellence Coach, widmete sich dem Thema „Zusammenspiel von Wissens- und Qualitätsmanagement: Strategische Allianz oder Fusion?“. Unterstützt durch die pointierte visuelle Darstellung im Graphic Recording von Reinhard Gussmagg eröffnete die Keynote von Werner Schachner die Tagung und gab einen breiten Überblick in das fordernde Themenfeld.

 

Wissensmanagement: Handlungsfelder für die Hochschulleitung

Zu Beginn der folgenden ersten Session gaben Expertinnen und Experten der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer einen Überblick darüber, wie die Rolle des Wissensmanagers innerhalb von Hochschulen definiert ist. Paul Reinbacher von der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich sprach über das Prozessmanagement als Kopplungsmechanismus zwischen Qualitäts- und Wissensmanagement. Petra Suwalski von der Hochschule Furtwangen beleuchtete die Methoden des Qualitäts- und Wissensmanagements als Handlungsfelder von Hochschulleitungen. Am Beispiel der Karl-Franzens-Universität Graz gab Marina Zeldovich einen Einblick in die Anwendung eines Wissensmanagementmodells zur Wissenssystematisierung. Im Anschluss sprach Alex Angehrn von der interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik über integrales Wissens- und Qualitätsmanagement im Hochschulalltag. Sein Kollege Benjamin Ditzel von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg ergänzte zum Abschluss der ersten Session zum Thema „Forschungsgeleitete Hochschulsteuerung“.

 

Strukturierung von Wissen und digitale Medien

Die zweite Session startete mit Stefan Schlag von der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Er sprach über die Verbindung von Qualitätsmanagement und Wissensmanagement in Studium und Lehre. Susanne Kogler und Robert Schiller von der Kunstuniversität Graz setzten mit einem Workshop zum Qualitäts- und Wissensmanagement an Universitätsarchiv und Universitätsbibliothek fort. Kollege Alexander Loder ergänzte hinsichtlich der Nutzung von interaktiver Datenverarbeitung in digitalen Medien. Im Zentrum stand dabei der digitale Bericht für das Qualitäts- und Wissensmanagement. Julia Zeeh und Karl Ledermüller von der Wirtschaftsuniversität Wien gaben einen Einblick in den Umgang mit strukturierten Daten im universitären Qualitätsmanagement. Den Abschluss der zweiten Session bildeten Gerald Gaberscik und Andreas Drumel von der TU Graz. Sie sprachen über die gezielte Strukturierung des gesammelten Wissens einer Hochschule, um dieses überschaubar und damit auch ein Stück weit einsetzbarer zu machen. Die zweite Session beendete den ersten eindrucksvollen Tag und bei einem Empfang im Grazer Rathaus hatten die TeilnehmerInnen Gelegenheit zum gemeinsamen Vernetzen.

 

Einsatz des Wissensmanagements für die Qualitätssicherung

Der zweite Veranstaltungstag wurde von der dritten Session eröffnet. Elfriede Wagner von der Universität für Bodenkultur Wien förderte die Diskussion zum Thema durch einen Workshop zur Wissensmanagement-Praxis im Qualitätsmanagement an Hochschulen. Ihre Kollegin Franziska Kurka von der Universität Wien sprach an Hand des Praxisbeispieles „Personalwechsel“ darüber, wie Modelle und Werkzeuge des Wissensmanagements zur Qualitätssicherung eingesetzt werden können und sollen. Verena Köck von der Karl-Franzens-Universität Graz veranschaulichte den Einsatz von Wissenslandkarten zur Erfassung von Wissen. Wie eine Universität durch Instrumente des Wissensmanagements ihre Innovationsfähigkeit verbessern kann, erklärten Brigitte Ecker und David Campbell von der WPZ Research GmbH. Zum Abschluss der dritten Session sprach Heidi Schmitt von der Med Uni Graz über den Schutz und die Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken an Universitäten.


Den offiziellen Abschluss der Tagung bildete die Keynote von Gabriele Vollmar zum Thema: „Über das Unbehagen mit dem Wissensmanagement und wie es trotzdem funktionieren kann – Lessons Learned aus 20 Jahren Erfahrung“. Gabriele Vollmar ist Beraterin und Trainerin und Mitglied im Beirat der Deutschen Gesellschaft für Wissensmanagement. Beim gemeinsamen Mittagessen fand der gemütliche Ausklang der erfolgreichen Veranstaltung statt.


Die Medizinische Universität Graz dankt dem Team der Stabsstelle Qualitäts- und Wissensmanagement für die hervorragende Vor-Ort-Organisation.

 

 

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