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Podium beim Pressegespräch zum SIM CAMPUS

Start: SIM CAMPUS

In Eisenerz entsteht ein international einzigartiges Katastrophensimulationszentrum mit Beteiligung der Med Uni Graz.

Kick-off für den SIM CAMPUS in Eisenerz


Mit Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer etabliert die Steiermark ein international einzigartiges Katastrophensimulationszentrum. Der „SIM CAMPUS" bietet nationalen und internationalen Einsatzkräften die Möglichkeit, sich auf Notfall-, Krisen- und Katastrophensituationen durch realitätsnahe Simulationen optimal vorzubereiten. Der Steiermark gelingt es, sich mit Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer durch das neue Kompetenzzentrum und die geplante Trainingsinfrastruktur im Katastrophenschutz international als Vorreiter zu positionieren. Einsatzkräfte werden nicht nur in der Steiermark vom neuen Campus profitieren und damit die Sicherheitsstandards im ganzen Land erhöhen.


Im Stadtgebiet von Eisenerz werden mehrere Trainingsbereiche für unterschiedliche Übungszwecke eingerichtet. Einen Bereich des neuen Zentrums stellt das ehemalige LKH Eisenerz, das als „Simulationskrankenhaus" genutzt werden soll, dar. Das Gebäude wird unter anderem für Übungen zur Evakuierung im Brandfall, zum Umgang mit kontaminierten Personen und zum Transport kritischer Kranker genutzt werden und soll den Einsatzkräften für die Simulation von Großschadensereignissen mit einem Massenanfall an Verletzten zur Verfügung stehen.


Weitere Trainingsschauplätze sollen in Abstimmung mit der Stadtgemeinde Eisenerz sowie anderen Partnern vor Ort schrittweise entwickelt werden. Unter anderem soll ein ganzjährig nutzbares Trainingsareal für Notfall-, Krisen- und Katastrophensituationen auf Bahnhöfen und Bahnstrecken sowie ein „zerstörter Stadtteil" als Trainingsschauplatz für die Vermisstensuche nach Erdbeben entwickelt werden. Ebenfalls angedacht ist ein sogenannter „taktischer Stadtteil", der auf dem Gelände einer unbewohnten Siedlung im Stadtgebiet der Stadt Eisenerz entstehen könnte. Wohnungen, Geschäftslokale, Bank, Gaststätte und Verkehrsflächen werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Rettungsdiensten, der Feuerwehr, der Polizei sowie anderen Spezialkräften ein herausforderndes Ausbildungs- und Trainingsumfeld bieten.


Darüber hinaus wurde bereits eine künftige Kooperation mit der „UN-OCHA” (United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs) vereinbart. LH-Stv. Michael Schickhofer und UN-Repräsentant Rudolf Müller trafen sich Anfang Juni bereits für ein erstes Abkommen. Ziel ist die Ausrichtung des Zentrums als internationale Einrichtung unter der Schirmherrschaft der UN. Als provisorischer Geschäftsführer der „SIM CAMPUS GmbH - Zentrum für Notfall-, Krisen-, und Katastrophensimulation und Katastrophendiplomatie" wird Thomas Wegscheider bestellt. Er verfügt als Koordinator des Fachbereichs „Interdisziplinäre klinische Lehre" an der Med Uni Graz sowie als Leiter des Clinical Skills Center an der Med Uni Graz über die nötige Expertise, um ein solches Projekt umzusetzen.


„Heute ist der Startschuss für die Entwicklung einer einzigartigen Ausbildungs- und Trainingsinfrastruktur gefallen. Die Infrastruktur des ‚SIM CAMPUS’ wird Notfall-, Krisen- und Katastrophensituationen höchst realistisch erlebbar machen. Die Medizinische Universität Graz wird ihre Expertise in der simulationsbasierten Aus- und Weiterbildung intensiv einbringen. Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe", so Thomas Wegscheider, Leiter des Clinical Skills Center an der Med Uni Graz.


Weiterführende Informationen finden Sie hier.


Textnachweis: Land Steiermark/Jammernegg
Bildnachweis: Land Steiermark/Bektas

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