Nachhaltig leben. lernen. forschen

Laptop

Telemedizin: Große Stütze

In Zeiten einer Pandemie ist die Telemedizin eine große Stütze für Forschung und Klinik.

COVID-19 als Herausforderung für Klinik und Forschung

Durch den Einsatz neuer telemedizinischer Tools ist es in den letzten Monaten gelungen, den Forschungsbetrieb an der Med Uni Graz und den klinischen Routinebetrieb am LKH-Univ. Klinikum Graz bestmöglich zu unterstützen bzw. zu gewährleisten. So haben sich beispielsweise das digitale Diabetesmanagement und die elektronische Begleitung von Studienpatient*innen bestens bewährt. Die hohe Verfügbarkeit von elektronischen Devices und die immer einfacher zu bedienende Software tragen wesentlich zum Erfolg der telemedizinischen Tools bei.

Smartes Blutzuckermanagement: App-basierte Lösung als Unterstützung

An der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie (Leitung: Thomas Pieber) spielt Telemedizin heute eine wesentliche Rolle, insbesondere bei Menschen mit Glukosesensoren und Insulinpumpen bietet sich diese an. So wurde z.B. das Blutzuckermanagement von schwangeren Frauen mit Diabetes mellitus während dem Lock-down weitgehend telemedizinisch unterstützt. „Dadurch, dass viele schwangere Frauen mit vorbestehendem Diabetes mellitus heute den Blutzucker kontinuierlich mittels Sensoren messen, können mittels virtueller Visiten die Blutzuckerkurven besprochen werden, da die Daten gleichzeitig für den Arzt bzw. die Ärztin und Patientin einsehbar sind“, berichtet Gerlies Treiber von der Ambulanz für Diabetes, Lipid-, und Stoffwechselkrankheiten. Herausforderung dabei bleibt die entsprechende Logistik betreffend die verschiedenen Softwaresysteme.


Hilfreich über die letzten Monate erwies sich auch das GlucoTab, ein Diabetesmanagementsystem für Patient*innen in stationärer Betreuung, welches unter Mitwirkung der Klinischen Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie entwickelt wurde, da viele Konsiliarbesuche durch Diabetolog*innen vor Ort vermieden werden konnten, berichtet Julia Mader, Klinische Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie. Einerseits unterstützt das System Ärzt*innen anderer Fachdisziplinen im Diabetesmanagement direkt, andererseits können Ärzt*innen und Diabetesberater*innen der Ambulanz für Diabetes, Lipid- und Stoffwechselkrankheiten die Diabeteskurven ohne Besuch vor Ort einsehen und Therapieempfehlungen aussprechen.

Digitale Forschung: Smarte Begleitung von klinischen Studien

Aber auch in der Forschung sind digitale Tools aktuell gefragt. So wird bereits seit mehreren Jahren das „Grazer Diabetes Register für Biomarkerforschung“ ein Projekt der Medizinischen Universität Graz gemeinsam mit dem Center for Biomarker Research in Medicine, CBmed mit aktuell 1.300 Studienteilnehmer*innen geführt. „Die Nachverfolgung der Studienteilnehmer*innen gestaltet sich heuer besonders herausfordernd“, berichtet der Studienleiter und Leiter der Ambulanz für Diabetes, Lipid- und Stoffwechselkrankheiten, Harald Sourij. So wurden auch hier viele Visiten telefonisch durchgeführt und mit Hilfe eines Tablet-basierten Tools, welches mit der Firma Kapsch BusinessCom entwickelt wurde, die Daten direkt in die Forschungsdatenbank der Med Uni Graz überführt. „Diese elektronischen Hilfsmittel haben uns definitiv erleichtert, die Herausforderungen der aktuellen Zeit besser zu meistern. Aber auch abgesehen von COVID-19 setzen wir immer mehr elektronische Tools in der klinischen Forschung ein, so haben wir auch bereits die elektronische Einverständniserklärung in dem Registerprojekt implementiert“, ergänzt Harald Sourij.

Weitere Informationen

Assoz.-Prof. PD Dr. Harald Sourij
Klinische Abteilung für Endokrinologie und Diabetologie
Universitätsklinik für Innere Medizin / LKH-Univ. Klinikum Graz
Medizinische Universität Graz
Tel.: +43 316 385 81310
ha.sourij(at)medunigraz.at

Presseinformation

 

 

  • TEXT
  • TEXT
  • TEXT
  • TEXT
  • TEXT