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Aufnahme einer Krebszelle

Weltkrebstag: Fokus Forschung

Eine Vielzahl innovativer Forschungsprojekte an der Med Uni Graz gibt Hoffnung auf neue Therapiemöglichkeiten bei Krebs.

Onkologie: Spitzenforschung an der Med Uni Graz


Im Bereich der Erforschung neuer Diagnostik- und Therapieoptionen für Krebserkrankungen sowie der Untersuchung der Krankheitsursachen arbeiten die Wissenschafterinnen und Wissenschafter der Medizinischen Universität Graz aktuell an einer Reihe von Forschungsprojekten.

DNA-Sequenzierung für die Krebsdiagnostik

Die DNA-Sequenzierung hat die biologischen Wissenschaften revolutioniert, ist aus dem molekularbiologischen und gentechnischen Laborbetrieb nicht mehr wegzudenken und ermöglicht beispielsweise die Untersuchung genetisch bedingter Erkrankungen. Das sogenannte „next generation sequencing“ – kurz NGS – ist ein „state of the art“ Verfahren zur DNA-Sequenzierung und bietet durch hochparallelen Einsatz die Möglichkeit der beschleunigten und kostengünstigen DNA-Sequenzierung. Im Rahmen des von der Medizinischen Universität Graz koordinierten EU-Projekts „Instand-NGS4P“ legen Organisationen aus zehn Partnernationen den Fokus auf die Weiterentwicklung der Gensequenzierung für deren effizienteren Einsatz in der Krebsdiagnostik für Patientinnen und Patienten. Hierbei geht es insbesondere darum, den Nutzen für Patientinnen und Patienten zu erhöhen, die Qualität zu standardisieren und den Anforderungen der neuen EU-Verordnung für Diagnostika zu entsprechen.


Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

„Gen-Schere“ bei bösartigen Blutkrebserkrankungen

Myeloproliferative Neoplasien (MPN) sind eine Gruppe von seltenen chronischen Erkrankungen des Blutsystems, bei denen es zu einer vermehrten Produktion von reifen Blutzellen im Knochenmark kommt. Diese bösartigen Blutkrebserkrankungen treten gehäuft im höheren Lebensalter auf und können aktuell in den allermeisten Fällen nicht geheilt werden. An der Medizinischen Universität Graz wird derzeit an der Entstehung dieser Krankheiten geforscht, um in weiterer Folge neue Therapiemöglichkeiten anbieten zu können.


Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

Weltweite Studie zu seltener Erkrankung mit erhöhtem Krebsrisiko

Beim „LRBA-Defekt“ handelt es sich um eine seltene angeborene genetische Störung des Immunsystems, die durch eine Mutation im „LRBA-Gen“ verursacht wird. Die Erkrankung ist mit lebensbedrohlichen Autoimmunerscheinungen, wie Entzündungen und Blutbildveränderungen, vermehrten Infektionen und Lymphknotenschwellungen als auch erhöhtem Krebsrisiko verbunden, wobei die Symptome nicht bereits unmittelbar nach der Geburt auftreten müssen. ForscherInnen an der Medizinischen Universität Graz ist nun im Rahmen einer weltweiten Studie der Durchbruch in der Bewertung der Krankheitsaktivität verbunden mit der Definition neuer Therapieempfehlungen gelungen. In einer frühzeitigen Stammzelltransplantation sehen die WissenschafterInnen den optimalen Behandlungspfad.


Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

 

Diese und weitere interessante Forschungsprojekte zum Thema „Krebs“ laufen derzeit an der Med Uni Graz und geben Hoffnung, auf neue Therapiemöglichkeiten. Die Expertinnen und Experten im Bereich der Onkologie der Medizinischen Universität Graz und des LKH-Univ. Klinikum Graz bündeln ihre Expertise in Lehre, Forschung und Behandlung von Patientinnen und Patienten im Themenfeld der „Krebserkrankung“ im Comprehensive Cancer Center Graz.

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