20 Jahre Med Uni Graz

20 Jahre Med Uni: Wir feiern Geburtstag

Am 1. Jänner 2004 begann die Reise der neu gegründeten Medizinischen Universität Graz, vormals Medizinische Fakultät der Universität Graz. Am 25. Jänner feierte die junge Universität ihren 20. Geburtstag mit zahlreichen Gästen, darunter Ehrengäste wie Bundesminister Martin Polaschek, die Landesräte Barbara Eibinger-Miedl und Karlheinz Kornhäusl, Rektor*innen anderer Universitäten uvm. Mittlerweile sind zwei Jahrzehnte vergangen und die Med Uni Graz kann zu ihrem 20-jährigen Jubiläum auf eine beachtliche Erfolgsbilanz verweisen.

  • Studienabschlüsse: In zwei Jahrzehnten haben 14 220 Studierende erfolgreich ihre Aus- und Weiterbildung an der Med Uni Graz abgeschlossen, um qualifizierte Expert*innen in der medizinischen Versorgung und Wissenschaft zu werden.
  • Lehrveranstaltungen und Mobilität: Über 37 250 Lehrveranstaltungen haben das Wissen und die Fähigkeiten der Studierenden geformt. Durch 175 neue Mobility-Partnerschaften wurden globale Verbindungen geschaffen.
  • Wissenschaftliche Publikationen: Mit rund 18 500 Originalarbeiten und Reviews im Web of Science haben die Forscher*innen unserer Universität maßgeblich zur wissenschaftlichen Diskussion und Innovation beigetragen.
  • Forschung und Drittmittel: Die Universität hat in den letzten zwei Jahrzehnten rund eine Milliarde Euro an Drittmitteln eingeworben und rund 1 800 Forschungsförderungsprojekte akquiriert. 82 neu berufene Universitätsprofessuren (gemäß § 98 UG) belegen das Wachstum und die Stärke der Forschungsaktivitäten.
  • Campusentwicklung: Die Med Uni Graz vermag ihr Wachstum nicht nur im wissenschaftlichen Bereich, sondern auch in der Infrastruktur zu bestätigen. In den letzten 20 Jahren wurden rund 52 500 m² an neu errichteten Nutzflächen geschaffen, darunter 14 100 m² Laborflächen und 9 100 m² Lehrflächen am Campus.
  • Internationaler Austausch: Die Medizinische Universität Graz hat sich global vernetzt. Insgesamt haben rund 3 300 Gäste im Rahmen von Austauschprogrammen die Universität bereichert, während allein von Studierenden 5 300 Auslandsaufenthalte absolviert wurden.
     

Pioneering Minds: Verankerung in Studium, Forschung und Patient*innenbetreuung

Gemäß dem Motto „Pioneering Minds – Research and Education for Patients’ Health and Well-Being“ hat die Medizinische Universität Graz Pionierarbeit in vielen Bereichen geleistet. Diese Vorreiterrolle hat die Universität an die Spitze Österreichs im THE Young Universities Ranking geführt – Platz 16 unter allen „jungen“ Universitäten weltweit, die in den letzten 50 Jahren gegründet wurden. Dies dokumentiert, dass die Med Uni Graz bereits innerhalb der ersten 20 Jahre ihres Bestehens ihren fixen Platz in der nationalen und internationalen Universitätenlandschaft gefunden hat. Gelungen ist dies insbesondere durch die mittlerweile rund 2 500 hervorragenden Mitarbeiter*innen unter der Verantwortung der bisherigen Rektoren Gerhard Franz Walter und Josef Smolle sowie des amtierenden Rektors Hellmut Samonigg in Abstimmung und Zusammenarbeit mit Universitätsrat und Senat.

Neben den Kernaufgaben „Studium und Lehre“ sowie „Forschung“ ist die Med Uni Graz eine wichtige Säule für die Betreuung von Patient*innen am LKH-Universitätsklinikum Graz. Mit rund 40 Universitätsprofessor*innen, die alle Universitätskliniken und klinischen Abteilungen am LKH-Universitätsklinikum Graz leiten, weit mehr als 500 wissenschaftlich tätigen Ärzt*innen im klinischen Bereich und weiteren rund 600 Mitarbeiter*innen in unterstützenden Berufsgruppen trägt die Med Uni Graz wesentlich zur spitzenmedizinischen Versorgung der Menschen in der Steiermark und darüber hinaus bei.


Prägende Persönlichkeiten – 20 Jahre Med Uni Graz

In die Amtszeit von Gerhard Franz Walter als Gründungsrektor der Medizinischen Universität Graz fällt beispielsweise die Einführung des Aufnahmeverfahrens für das Medizinstudium, woraus sich in weiterer Folge der heute österreichweit einheitliche MedAT entwickelte. Auch die Etablierung des Pflegewissenschaftsstudiums und des internationalen PhD-Programms fällt in die Rektoratsperiode von Gerhard Franz Walter. Er amtierte von 2004 bis 2008 als Rektor der Med Uni Graz.

Ihm folgte für die Jahre 2008 bis 2016 Josef Smolle als Rektor nach. In die achtjährige Amtszeit von Josef Smolle fallen u. a. die Einrichtung des Comprehensive Cancer Center Graz sowie die Etablierung von Forschungsfeldern zur Bündelung der wissenschaftlichen Kompetenzen. Auch der einzigartige Zusammenarbeitsvertrag mit der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft sowie die Ansiedelung des europäischen Zentrums für Biobanken-Infrastruktur sind Highlights aus dieser Zeit.

2016 übernahm Hellmut Samonigg das Amt des Rektors und leitete u. a. die Reorganisation der Grundlagenforschung ein, indem interdisziplinäre Forschungszentren gebildet wurden, um die Zusammenarbeit über Institutsgrenzen hinweg zu fördern. Die Optimierung der Forschungsinfrastruktur mit Implementierung einer Roadmap sowie die Neugestaltung des Berufungsprozesses und die Eröffnung des neuen Med Uni Campus kennzeichnen neben vielen weiteren Maßnahmen die Amtszeit von Hellmut Samonigg, die am 14. Februar 2024 nach acht Jahren enden wird, wenn ihm Andrea Kurz als erste Rektorin der Med Uni Graz nachfolgen wird.

Bildnachweis: Med Uni Graz/Lunghammer