Um innovative Herangehensweisen bei der Qualitätssteigerung in der Lehre zu würdigen, schreibt die Med Uni Graz jährlich eine Sonderdotation von insgesamt 50.000 Euro aus. Ein ausgezeichnetes Projekt ist „Health of Students – Peer2Peer: Analog & Digital“.
Nicht zuletzt durch die Krisen der vergangenen Jahre hat sich die Gesundheit von Studierenden zusehends verschlechtert. Mit einem niederschwelligen und breiten Angebot durch Workshops, Vorträge, Social-Media-Auftritte, drei Wahlfächer und Einzelberatungen positioniert sich „Health of Students – Peer2Peer“ als spezialisierte Anlaufstelle zur Förderung und Stärkung der Gesundheit von Studierenden. Sowohl bei Belastungen oder Krisen aufgrund von Überforderung oder Misserfolg im Studium, persönlichen Problemen im Privatleben oder Erkrankung als auch bei der Erarbeitung von Lösungen und der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung sollen Studierende schnell und unkompliziert unterstützt werden. Zugleich soll somit frühzeitig ein Grundstein für gesundheitsstärkende Strategien für die spätere berufliche Karriere von Health Professionals wie auch Wissenschafter*innen gelegt werden.
Erprobtes Team
Die Vermittlung der Inhalte sowie die Begleitung in Einzelgesprächen erfolgt durch speziell geschulte Peers (höhersemestrige Studierende) unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Fachliche Unterstützung (bspw. psychiatrische oder psychotherapeutische Fachexpertise) wird durch ein Lehrenden- und Fachteam der Klinischen Abteilung für Medizinische Psychologie, Psychosomatik und Psychotherapie zur Verfügung gestellt. Dieses Expert*innenteam sorgt zudem für die Supervision und inhaltliche Schulung der Peers.
Grundziele von Health of Students – Peer2Peer
- Studierende der Medizinischen Universität Graz in psychosozialen Krisen zu unterstützen und die eigenen Ressourcen zu stärken
- Studierende in der Verantwortung für Fragen von psychosozialen Krisen und Gesundheit für ihre beruflichen Karrieren zu sensibilisieren und Fähigkeiten und Techniken – für sich selbst sowie ihre Patient*innen - durch Lehrangebote und Wissensvermittlung auszubauen
- Die speziell geschulten Tutor*innen (Peers) in ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten und beim Erlernen neuer Fähigkeiten zu fördern (z. B. Organisationsaspekte, Umgang mit digitalen Angeboten, Beratung in Krisen)
- Den Hochschulraum für die Wichtigkeit des Themas „Gesundheit von Studierenden“ zu sensibilisieren, mögliche „Best-Practice-Beispiele“ zu etablieren und die Erfahrungen mit interessierten Partner*innen (u. a. nationale wie internationale Kooperationen, Forschungsprojekte, Diplomarbeiten) zu teilen.