Otto Loewi Forschungszentrum

Forschungsschwerpunkt Entzündung, Autoimmunität und Krebs

Teamleiter: Stefano Angiari

Fokus: Mithilfe eines multidisziplinären Ansatzes (primäre T-Zellkulturen in vitro, biochemische Tests, Analyse der Protein- und Genexpression und In-vivo-Krankheitsmodelle), erforschen wir die komplexe Rolle von T-Zellen bei Entzündungen und Autoimmunität. Wir untersuchen alle Aspekte der T-Zell-Biologie, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der metabolischen Regulation von T-Zell-Reaktionen liegt. Darüber hinaus besteht unser Hauptziel in der Translation unserer Ergebnisse in Humanmedizin-relevante Fragestellungen. Insbesondere wollen wir untersuchen wie T-Zellen die Induktion, Entwicklung und Schwere von Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen beim Menschen beeinflussen

Vernetzung: Derzeit kooperieren wir mit internationalen Forschungspartner*innen aus Irland und Italien. Parallel dazu bauen wir neue Kooperationen mit Kliniker*innen und Forscher*innen an der Medizinische Universität Graz auf.

Projekte

Regulation der T-Zellfunktion durch extrazelluläre Metaboliten

  • Während Entzündungsreaktionen können sich mehrere Metaboliten im Blut oder im entzündeten Gewebe ansammeln, entweder aufgrund der aktiven Sekretion durch lokales Gewebe / Tumorzellen und aktivierte Leukozyten oder aufgrund einer durch Gewebeschäden verursachten Zellnekrose. T-Zellen exprimieren mehrere Transporter/Rezeptoren für diese Metaboliten. Wir untersuchen, wie extrazelluläre Metaboliten die T-Zell-Funktion beeinflussen, mit dem Gesamtziel, Oberflächenrezeptoren oder -transporter zu identifizieren, die die Pathogenität von T-Zellen spezifisch hemmen können.
  • Projektdauer: laufend
  • Gefördert durch: Med Uni Graz
  • Projektpartner*innen: Julia Kargl, Otto Loewi Forschungszentrum (für Gefäßbiologie, Immunologie und Entzündung), Lehrstuhl für Pharmakologie.

Ein neuartiger potenzieller immunometabolischer Ansatz für die Behandlung von Neuroinflammation: die Ausrichtung auf Pyruvatkinase M2 in CD4+ T-Zellen bei Multipler Sklerose

  • Das Ziel dieses Projektes ist es, die Expression, die zelluläre Lokalisierung, und die post-transkriptionelle Veränderungen des glykolytischen Enzymes Pyruvatkinase M2 (PKM2) sowie seiner alternativen Isoform PKM1 in menschlichen CD4+ T-Zellen von gesunden Spendern und neu diagnostizierten, unbehandelten Patienten mit Multipler Sklerose (MS) zu untersuchen. Darüber hinaus werden wir die Auswirkungen der funktionellen Modulation von PKM2 auf die Entzündungsaktivität von CD4+ T-Zellen von gesunden Spendern und MS-Patienten analysieren. Das Hauptziel besteht darin, einen potenziellen Zusammenhang zwischen der Expression und Funktionalität der PKM-Isoformen und dem Auftreten und Fortschreiten von MS festzustellen.
  • Projektdauer: 01.04.2022 – 30.09.2023
  • Gefördert durch: Österreichische Multiple Sklerose Gesellschaft (ÖMSG)
  • Projektpartner*innen: Michael Khalil, Klinische Abteilung für allgemeine Neurologie, Med Uni Graz

Lehrstuhl für Immunologie

Ass.-Prof.
Stefano Angiari, PhD
T: +43 316 385 71172

Team

Mitarbeiter*innen