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Tobias Madl: Universitätsprofessor für Medizinische Chemie

Mit Wirkung vom 15. Dezember 2023 wurde Tobias Madl für das Fach Medizinische Chemie an die Medizinische Universität Graz berufen.

Die wissenschaftlichen Schwerpunkte von Tobias Madl stellen die Regulation der Signalübertragung und das Altern auf molekularer und funktioneller Ebene dar. Während seiner langjährigen Tätigkeit an der Med Uni Graz haben Tobias Madl und sein Team bereits viele erfolgreiche Studien zu den Themen Altern und typische Alterserkrankungen wie Krebs, grauer Star oder Demenz veröffentlicht.


Zur Person

Tobias Madl wurde 1980 in Graz geboren und studierte an der Universität Graz Chemie und Physik. 2007 schloss er sein Doktoratsstudium der Chemie ab, in dem er sich bereits mit dem Thema Kernspinresonanzspektroskopie (NMR) auseinandersetzte. Nach Postdoc-Forschungsaufenthalten an der Technischen Universität München und der Universität Utrecht startete er 2012 seine eigenen Forschungsgruppen an der Technischen Universität und am Helmholtz Zentrum München. Seine Doktorats- und Postdoc-Forschungen wurden durch das DOC-Stipendium der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, das Schrödinger-Stipendium des Österreichischen Wissenschaftsfonds und das EMBO Long-Term Fellowship unterstützt. Seit Jänner 2015 leitet er die Forschungsgruppe „Integrierte Strukturbiologie der Signaltransduktions- und Stoffwechselforschung“ an der Med Uni Graz. Seine Lehrtätigkeit als Gastprofessor brachte ihn zwischenzeitlich an das Fujian Institute of Research on the Structure of Matter der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Xiamen. Nach seiner Rückkehr nach Graz gründete er an der Medizinischen Universität Graz das Zentrum für Integrative Stoffwechselforschung und die NextGen-BioXray-Infrastrukturplattformen, wo er bereits eine Vielzahl analytischer Methoden für biologische Systeme etablierte.


Fokus in Forschung und Lehre

An der Med Uni Graz untersucht Tobias Madl mit seinem Team, wie ungeordnete Proteine bei der Regulation der Signalübertragung und des Alterns auf molekularer und funktioneller Ebene wirken. Dafür entwickeln und wenden sie strukturbiologische und metabolomische Techniken inklusive computergestützten Designs Peptid-basierter Wirkstoffe an, um die molekularen Grundlagen der zugrunde liegenden Mechanismen auf atomarer Ebene zu entschlüsseln, neue Angriffspunkte für Therapien zu entdecken und zukunftsweisende Strategien für die Diagnose und Behandlung von Krankheiten zu entwickeln.

Sein Ziel für die nächsten Jahre als Universitätsprofessor für Medizinische Chemie ist es, seine Forschungsschwerpunkte in der integrativen Strukturbiologie und im computergestützten Design Peptid-basierter Wirkstoffe weiter auszubauen. Mit seinem Team wird er sich auf die Aufklärung grundlegender Mechanismen der Regulation von Transkriptionsfaktoren und RNA-bindenden Proteinen, ihrer mechanistischen Verbindungen und (patho-)physiologischen Implikationen bei Alterung, neurologischen Erkrankungen und Krebserkrankungen konzentrieren.

Mit diesen Erkenntnissen wollen Tobias Madl und sein Team neue und innovative Verbindungen entwickeln, die auf krankheitsrelevante Schlüsselinteraktionen abzielen.

In der Lehre möchte sich Tobias Madl auf die Integration der Wirkstoffentwicklung, neue Lehr- und Lernformate sowie auf die Weiterentwicklung und Internationalisierung der Doktoratsprogramme fokussieren.

Kontakt

Univ.-Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr. rer. nat.
Tobias Madl 
Gottfried Schatz Forschungszentrum
Medizinische Universität Graz
T: +43 316 385 71972